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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Gas-Tanker als Touristenattraktion an der Küste

20.09.2019

Wilhelmshaven In zwei Jahren soll die deutsche Nordseeküste um eine besondere touristische Attraktion reicher sein. An einer der Wilhelmshavener Anlegebrücken für Chemie-Tanker soll dann ein 350-Meter-Schiff als Dauerlieger festmachen. Ein Schiff, das nicht nur den Feriengästen ein eindrucksvolles Bild bietet, sondern gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur deutschen Energieversorgung leisten soll.

Wichtigster Zweck des riesigen Ungetüms: Es nimmt verflüssigtes Erdgas (LNG) auf, verwandelt es wieder in seinen normalen Zustand und speist es in das bundesdeutsche Gasnetz ein.

Der aus E.On entstandene Energiekonzern Uniper, der in Wilhelmshaven bereits ein Kohlekraftwerk betreibt, plant derzeit sehr konkret ein solches LNG-Terminal, das helfen soll, die deutsche Energieversorgung im Rahmen der geplanten Umstellung sicherzustellen. Zwar gibt es mit Brunsbüttel und Stade weitere Interessenten für eine solche Anlage, doch die Wilhelmshavener Macher sind sich sicher, dass die einzigartigen nautischen Bedingungen an der Jade letztlich den Ausschlag geben werden. Mit dem Betrieb des Terminals sollen dann etwa zehn Prozent des deutschen Erdgasbedarfs gedeckt werden.

Zufrieden berichtet John Niemann, Präsident der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung, am Mittwoch vom derzeitigen Planungsstand, nimmt den Applaus der Mitgliederversammlung entgegen und lässt einen Unternehmenssprecher weitere Details des Vorhabens mitteilen. Alles könnte eigentlich wunderbar sein, zumal auch der Blick zurück Grund zu Zufriedenheit bietet. So hat der Wilhelmshavener Containerhafen Jade-Weser-Port nach seinem Stolper-Start Fahrt aufgenommen und entwickelt sich zu einem Wachstumsmotor. Insgesamt 1000 neue Arbeitsplätze, so Niemann, sind in konkreter Planung und immer mehr Hafenflächen werden von Unternehmen gebucht.

Doch ein Blick in die Politik sorgt auch für Sorgenfalten beim Präsidenten der Hafenwirtschaft. Da ist zum einen die große Wilhelmshavener Seeschleuse, die bereits zweimal mit einer Vollsperrung zu einer Existenzbedrohung für mehrere Firmen geworden sei. Niemanns Appell an den Bund: Endlich keine Flickschusterei mehr zu betreiben und für einen verlässlichen Betrieb sorgen. Irritiert hätten auch jüngste Informationen aus dem Wirtschaftsministerium in Hannover, wo die konkrete Finanzplanung für das kommende Jahr sechs Millionen Euro weniger an Investitionen im Hafenbereich vorsehe, als die von Minister Bernd Althusmann zugesagten 40 Millionen.

Jürgen Westerhoff Redakteur / Regionalredaktion
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