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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

„Ideal geeignet für LNG-Terminal“

20.11.2018

Wilhelmshaven „Zwischenzeitlich wird in den Medien von einem LNG-Wettlauf gesprochen und damit der Eindruck vermittelt, dass bezüglich der Festlegung eines Standortes für ein erstes LNG-Terminal in Deutschland alles geklärt sei“, sagt John H. Niemann, Präsident der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung, um einzuschränken: „Dem ist nicht so, denn die einzelnen Hafenstandorte, die den Hut in den Ring geworfen haben, sind nach wie vor dabei, politische Entscheidungsträger und Investoren von der Bedeutung ihres Hafens zu überzeugen.“

In Wilhelmshaven wird seit 1972 geplant. Seit der Veröffentlichung der von der WHV e.V. zusammen mit Mariko in Leer, der Oldenburgischen IHK und dem Maritimen Strategierat Weser-Ems in Auftrag gegebenen Potenzialanalyse „LNG-Infrastruktur an der deutschen Nordseeküste unter Betrachtung besonders geeigneter Standorte“ wird wieder sehr intensiv geplant.

Die niedersächsische Landesregierung wirbt derweil beim Bund um die Förderung für ein oder zwei Terminals für Flüssiggas (LNG), nämlich Stade und Wilhelmshaven. Schleswig-Holstein favorisiert Brunsbüttel und Rostock, beteiligt sich jetzt auch an dem Wettbewerb für ein „Small Scale“-Terminal.

Es gebe gute Gründe, warum ein LNG-Terminal in Wilhelmshaven realisiert werden sollte, sagt der Präsident der WHV e.V.. „Alle Gründe basieren auf der vorgenannten umfangreichen Potenzialanalyse für LNG-Importterminals an der deutschen Nordseeküste“, stellt Niemann fest: „Wilhelmshaven hat die beste Eignung für eine LNG-Infrastruktur aller Größen und technischer Varianten (small-, medium- oder large scale LNG-Terminal) – je nach Bedarf und Wunsch des Marktes und Investors.“

In Wilhelmshaven gebe es drei Standorte, an denen ein „landbasiertes“ und/oder ein „fließendes“ Terminal realisiert werden könnte. „Entweder als Projekt auf der ,grünen Wiese’ oder auf industriell genutztem Gelände mit bereits vorhandener Hafeninfrastruktur.“

Wilhelmshaven habe die besten nautischen Bedingungen an der deutschen Nordseeküste mit den Voraussetzungen eines Tiefwasserhafens, der für die größten LNG-Schiffseinheiten geeignet ist. Außerdem ermöglicht allein die optimale Lage Einsparungen bei der Seetransportkette im Vergleich zu alternativen Projekten.

Ein erforderliches Wendebecken für Gastanker mit mindestens 750 Metern Durchmesser stelle in Wilhelmshaven kein Problem für den Schiffsverkehr dar. An den anderen Standorten an der Elbe sind allein wegen der Enge der Ein- und Auslaufwasserstraßen erhebliche Probleme bzw. eine Zunahme der Risiken zu erwarten.

Der Gasbedarf der Bundesrepublik und benachbarter Staaten bleibe in den kommenden Jahrzehnten bedeutend. Durch die stark rückläufige heimische und niederländische Gasproduktion entsteht eine Versorgungslücke, so Niemann, die zum einen natürlich auch mit Pipelinegas „gefüllt“ werden könnte, aber eben auch genauso gut – wenn wirtschaftlich – mit LNG.

Oliver Schulz
Redakteur
Politikredaktion
Tel:
0441 9988 2094

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