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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Politik stärkt angegriffenem Stadtrat den Rücken

09.01.2019

Wilhelmshaven Im Machtkampf um die Führung des städtischen Klinikums Wilhelmshaven zeichnet sich zumindest vorläufig eine Lösung ab. Aus den wichtigen Fraktionen des Stadtrats wurde dem neuen Ersten Stadtrat Armin Schönfelder inzwischen eindeutig der Rücken gestärkt. Schönfelder war vom Rat einstimmig als Nachfolger von Oberbürgermeister Andreas Wagner nominiert worden, nachdem der sein Amt als Vorsitzender des Krankenhaus-Aufsichtsrates niedergelegt und seinen Rückzug aus dem Gremium erklärt hatte.

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Sprecher der SPD, der CDU und der Grünen erklärten gegenüber der NWZ, dass Klinikum-Geschäftsführer Reinhold Keil aufgefordert worden sei, die Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Schönfelder zurückzuziehen. In der Politik galt ein Erfolg der Beschwerde als aussichtslos. Entsprechend wurde gerätselt, was den Krankenhausmanager zu dem ungewöhnlichen Schritt bewogen haben könnte.

Keil hatte sich in seiner an Oberbürgermeister Andreas Wagner gerichteten Dienstaufsichtsbeschwerde über ein angeblich anmaßendes Verhalten von Schönfelder und unzulässige Einmischung in das operative Geschäft des Krankenhauses beklagt. Schönfelder hatte sich nach seiner Wahl in den Aufsichtsrat in Antrittsbesuchen bei Chefärzten und Betriebsratsvertretern des Klinikums in seinen Funktionen als neuer Erster Stadtrat, verantwortlicher Krankenhausdezernent der Stadtverwaltung und Aufsichtsratsmitglied vorgestellt.

Nach Informationen der NWZ hat Schönfelder anschließend mehrere ihm in den Antrittsgesprächen mitgeteilte Sachverhalte in einem Gespräch mit Keil angesprochen. Der reagierte darauf mit dem Vorwurf, die angesprochenen Themenbereiche gehörten zum operativen Geschäft, das er als Geschäftsführer allein zu verantworten habe.

Nach NWZ-Informationen geht es bei den kritischen Punkten unter anderem um die Frage nach einem regelrechten Aderlass an Chefärzten. So wird dem Geschäftsführer vorgeworfen, er verprelle durch sein herrschsüchtiges Führungsverhalten qualifizierte Mediziner und schade so dem Ruf des Hauses. So hätten innerhalb kurzer Zeit vier Chefärzte das Krankenhaus verlassen und dabei persönliche wirtschaftliche Nachteile in Kauf genommen.

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Ein weiteres Diskussionsthema ist die Beförderung von Keils Ehefrau, Dr. Tanja Trarbach, zur stellvertretenden ärztlichen Direktorin des Klinikums. Der Geschäftsführer hatte diese Entscheidung im Rahmen seiner Befugnisse allein und ohne Absprache mit dem Aufsichtsrat getroffen und sie erst nachträglich dem Kontrollgremium mitgeteilt. In der Öffentlichkeit war das Vorgehen kritisiert worden.

Für diesen Mittwoch ist eine zunächst nicht geplante Aufsichtsratssitzung einberufen. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Wahl eines Vorsitzenden. Am Dienstag schien es denkbar, dass dieser Punkt auf die reguläre für Februar vorgesehene Sitzung vertagt wird.

Jürgen Westerhoff Redakteur / Regionalredaktion
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