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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Technik im Meer dem Menschen voraus

26.07.2017

Wilhelmshaven /Oldenburg /Elsfleth Nur 29 Prozent der Erdoberfläche wird von Landflächen eingenommen, dagegen sind 71 Prozent mit Wasser bedeckt – nicht umsonst wird die Erde der Blaue Planet genannt.

Das Meer wird auch als Wirtschaftsraum stark genutzt. Beispielsweise durch Offshore-Anlagen, weiß Prof. Dr. Klaus-Jürgen Windeck. Er ist Projektleiter bei EITAMS – die Abkürzung für das Forschungsprojekt „Entwicklung Innovativer Technologien für Autonome Maritime Systeme“ der Jade Hochschule.

Schwer zugänglich

Maritime Ressourcen, wie eben Offshore-Windenergie, werden immer mehr genutzt. Dadurch wächst auch der Bedarf an bezahlbaren Systemen im Bereich autonomer oder teilautonomer Unterwasserfahrzeuge.

Denn für Taucher ist die Arbeit unter Wasser nicht ungefährlich, die Fahrzeuge können jedoch teilautonom arbeiten und zum Beispiel Inspektionen an den Anlagen vornehmen oder Schäden unter Wasser feststellen. Heute verfügbare Systeme sind in der Regel hoch spezialisiert und der Einsatz aufwendig, was die Systeme sehr teuer macht. Da wollen die Wissenschaftler der Jade Hochschule gegensteuern. Ziel des Projektes ist die Entwicklung innovativer Technologien für den Unterwassereinsatz. Ein halbes Jahr konkreter Projektarbeit haben die Forscher bereits hinter sich – mit den Forschungsergebnissen möchten sie einen Beitrag zur Entwicklung von bezahlbaren Komponenten leisten. Von denen könne die niedersächsische Wissenschaft und Wirtschaft profitieren, ist sich Prof. Dr. Klaus-Jürgen Windeck sicher.

Das Forschungsprojekt wird über vier Jahre von der Niedersächsischen Volkswagenstiftung mit insgesamt 1,5 Millionen Euro gefördert. An EITAMS sind alle drei Standorte – Oldenburg, Elsfleth und Wilhelmshaven – beteiligt.

Das Projekt könne, so Windeck, nur zum Teil realisiert werden. Zur vollständigen Entwicklung reiche der Etat nicht aus. Das Projekt ist in fünf Teilprojekte aufgeteilt. Darunter ist die Entwicklung eines photogrammetrischen Kamerasystems mit integrierter Mehrmedienabbildung. So können Objekte unter Wasser dreidimensional erfasst werden. Solche Systeme können zur Unterwassernavigation und Hinderniserkennung genutzt werden.

Andere Möglichkeiten für autonome Fahrzeugsysteme könnten aber auch beispielsweise weiträumige maritime Messdatenerfassung im Umweltbereich oder ein Einsatz im Unterwasserbergbau sein.

Station über Wasser

Auch eine wichtige Komponente bei EITAMS: Mittels Schwarmintelligenz sollen die autonomen Unterwasserfahrzeuge – in der Fachsprache Autonomous Unterwater Vehicle (AUV) genannt – miteinander kommunizieren. „Das hat sehr viel mit Informatik zu tun“, sagt Windeck.

Als Kommunikationsbasis für die Unterwasserfahrzeuge, soll das autonome Überwasserfahrzeug dienen. Dieses wird im Teilprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Holger Korte (Studienort Elsfleth) entwickelt. Es dient als Ortungsreferenz für die Unterwasserfahrzeuge, stellt zusätzliche Nutzlast für die Unterwassertechnik bereit und dient als Zwischenspeicher und Kommunikationsknoten. Die Bauart ist vergleichbar mit einem Katamaran.

Da die AUV nicht immer online sind und häufig nur kleine Datenmengen austauschen können, soll eine verteilte Speicher- und Anfragearchitektur entwickelt werden. Hier kommen Geodatenbanksysteme sowie Dienste und Schnittstellen des „Internet of Things“ zum Einsatz.

Tonia Hysky Redakteurin / Newsdesk
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