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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Am Meer gelegen – und eine Zeit lang ohne Seehafen

02.08.2019

Wilhelmshaven Das Kriegsende 1945 bedeutete für Wilhelmshaven zunächst einmal ein Ende der Bombardierungen, ein Ende der Nazi-Diktatur, zugleich das Ende des Seehafens. Das britische Naval Office hatte am 6. Januar 1946 die Zerstörung der Hafenanlagen, der Schleusen und der Werft angeordnet. Die 2. und 3. Einfahrt wurden durch einen festen Deich geschlossen, nur die 1. Einfahrt blieb erhalten, um den Ems-Jade-Kanal zu entwässern. Die 4. Einfahrt (1936 Baubeginn, Ostkammer 1942 im Krieg fertiggestellt) war nach dem Krieg unbrauchbar gemacht worden.

Zur Zeit der Währungsreform 1948 hatte Wilhelmshaven 2049 Arbeitslose – bei etwa 100 000 Einwohnern. Doch die Zahl der Erwerbslosen stieg enorm an auf 14 000 in 1950. Dazu hatte die Zuwanderung durch Vertriebene beigetragen, auch dass die Besatzungsmächte die bei ihnen beschäftigten Zivilarbeiter (5400) freigesetzt hatten. Wilhelmshaven wurde Notstandsgebiet. Erst allmählich kam das Wirtschaftswunder in Wilhelmshaven an. Deshalb war es eine gute Nachricht, dass Wilhelmshaven wieder Marinestandort werden würde.

Als die Bundesmarine ab 1955 entstand und die ersten vier Räumboote nach Wilhelmshaven kamen, mussten sie die 1. Einfahrt nehmen, Tausende Wilhelmshavener begrüßten die Besatzungen.

Bald war klar, dass die Marine größere Schiffe erhalten sollte. Da die Fläche nördlich der 4. Einfahrt für Gewerbezwecke reserviert war, musste die 4. Einfahrt wieder instandgesetzt werden. Die Arbeiten begannen 1959 und wurden 1964 abgeschlossen. Mittlerweile war Wilhelmshaven Industriestandort und Ölhafen geworden und hatte 1961 die Vollbeschäftigung erreicht. Von 42 000 Arbeitnehmern hatten 41 000 einen Arbeitsplatz. Das Voslapper Watt wurde eingedeicht und aufgespült. So entstanden 1500 Hektar Gewerbefläche (Erdölraffinerie, Kraftwerk, Chemie), ging aber auch der größte Teil des beliebten Geniusstrandes verloren. Freizeitflächen entstanden jenseits der Stadtgrenze bei Hooksiel.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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