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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Autoexport vom Jade-Port nach Afrika?

04.12.2019

Wilhelmshaven Von Wilhelmshaven aus könnten schon bald in größerem Stil Autos verladen werden. Wie Dr. Jörg Mosolf, Vorstandsvorsitzender der schwäbischen Mosolf-Gruppe, am Dienstag ankündigte, will das Logistikunternehmen ab kommendem Jahr von der Jade aus den Export von Autos nach Afrika organisieren. Zunächst werde man die vorhandene RoRo-Brücke (von englisch Roll on Roll off) am Hannoverkai im Inneren Hafen nutzen. Mittelfristig strebe man einen Autoterminal am Jade-Weser-Port an.

Die Mosolf-Gruppe mit Sitz in Kircheim/Teck (Baden-Württemberg) beschäftigt rund 3500 Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, Tschechien, Polen und Frankreich. Seit Anfang 2019 hat das Unternehmen eine Niederlassung am Jade-Weser-Port, von wo aus man unter anderem den Elektro-Kleinlastwagen „Tropos“ vermarktet.

In der Automobilindustrie gebe es ein großes Interesse an weiteren Verlademöglichkeiten für den Seeverkehr, insbesondere auch für Gebrauchtwagen. „Hamburg und Antwerpen laufen komplett über“, sagte Mosolf. Nach derzeitiger Planung soll Mitte nächsten Jahres eine Afrika-Linie von der Jade aus an den Start gehen. Konkret geht es um einen ersten Auftrag für den Export von jährlich 30 000 bis 40 000 Gebrauchtwagen nach Libyen. „Wenn wir unseren Logistik-Job gut machen, kann da schnell mehr draus werden“, so Mosolf.

Hinter dem Hannoverkai soll auf einer Fläche von 30 000 Quadratmetern ein Lagerplatz für zunächst 1500 Autos entstehen. Perspektivisch plant Mosolf aber einen Autoterminal am Jade-Weser-Port, wo das Unternehmen zum Januar eine Halle samt Bürokomplex übernimmt. Wie Mosolf sagte, sei man sich mit der Jade-Weser-Port Marketing-Gesellschaft einig über eine Option auf eine Fläche von 20 Hektar in der Logistikzone.

Hintergrund ist der von Mosolf angestrebte Bau einer RoRo-Autoumschlag-Anlage direkt neben dem vorhandenen Container-Terminal. Technisch möglich sei das. Die Umsetzung werde aber sicher noch fünf bis sieben Jahre dauern, möglicherweise aber auch erst ein Baustein der geplanten Erweiterung des Terminals.

Kritik kommt indes aus dem Niedersächsischen Wirtschaftsministerium. Das Ministerium lehne die Pläne insofern ab, als der Jade-Weser-Port klar auf den Schwerpunkt Containerumschlag ausgerichtet sei, wie ein Sprecher auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte. Dementsprechend sei die Vermarktung der Ansiedlungsflächen im Güterverkehrszentrum auch künftig auf den Umschlag von Containern orientiert. Nur so könne dem Containerterminal weiter größtmögliche Unterstützung gewährt werden.

Gegen einen Autoumschlag spreche laut Ministerium zudem, dass die dafür erforderliche Einrichtung einer RoRo-Rampe durch die Kajenhöhe und die Strömungsbedingungen technisch sehr aufwendig und für den Containerumschlag hinderlich sei. Zudem hätte ein Autoumschlag über den Jade-Port zur Folge, dass Wilhelmshaven in landeseigene Konkurrenz zu den unter anderem auf Autoumschlag spezialisierten Häfen Emden und Cuxhaven treten würde, was deren Entwicklungspotenzial unnötig einschränken würde.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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