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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

So zählen die Experten den Seehund-Nachwuchs

10.11.2017

Wilhelmshaven Experten zählen regelmäßig die Seehunde im Wattenmeer von Deutschland, Dänemark und den Niederlanden. Damit sollen die Bestände an der Nordseeküste länderübergreifend kontrolliert werden.

 die Ergebnisse

Der Seehund-Nachwuchs im Wattenmeer hat neue Rekordwerte erreicht. An der Nordseeküste von Deutschland, Dänemark und den Niederlanden wurden mit 9350 Welpen so viele Jungtiere gezählt wie noch nie seit Beginn der Zählungen 1974. Im Jahr 2016 waren mit 7566 Welpen fast ein Viertel weniger Tiere beobachtet worden. Die Gesamtbestände stagnieren allerdings.

 Die Zählmethode

Kleine Propellermaschinen starten von mehreren Flugplätzen zu genau festgelegten Zeiten. Dann ist Niedrigwasser und die Tiere ruhen sich auf Sandbänken aus. Erfahrene Beobachter in den Maschinen haben diese Ruheplätze auf Karten markiert und können die Seehunde dort aus der Luft gut erkennen. Weil sich die Liegeplätze mit der Dynamik des Wattenmeeres oft verlagern, müssen die Karten immer wieder angepasst werden. Die Flugzeuge sind mit mindestens einem, häufig mit zwei Zählern besetzt. Sie können auch größere Seehund-Gruppen im Vorbeiflug erfassen. Diese Zählungen haben sich seit mehr als 40 Jahren bewährt und sind sehr verlässlich. Zusätzlich werden auch Fotos von Liegeplätzen aufgenommen und später ausgewertet.

 Grund der Zählung

Grundlage ist ein Schutzabkommen von Deutschland, Dänemark und den Niederlanden. 2016 wurden im Gesamtgebiet rund 24 300 Seehunde gezählt. 2016 gingen die Zahlen im nördlichen Wattenmeer zurück, die Bestände im Südwesten legten zu. 2017 verlief diese Entwicklung umgekehrt.