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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Zu viel Stickstoff im Grundwasser

13.06.2013
NWZonline.de NWZonline 2015-07-23T12:04:35Z

Gülle:
Zu viel Stickstoff im Grundwasser

Cloppenburg Die Stickstoffkonzentration im Grundwasser ist in einigen Regionen Niedersachsens wieder angestiegen. Das gaben am Mittwoch Vertreter der Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sowie des Umweltministeriums während eines Pressegesprächs im Rahmen des 18. Grundwasser-Workshops in Cloppenburg bekannt.

Die aktuellen landesweiten Auswertungen belegten Nährstoffüberschüsse von etwa 80 Kilogramm Stickstoff pro Hektar. „Dies entspricht einem Stickstoffüberschuss von 200 000 Tonnen, die die Qualität des Grundwassers und der Oberflächengewässer massiv gefährden“, warnte Hubertus Schültken vom NLWKN.

Hintergrund der steigenden Grundwasserbelastungen sind eine Intensivierung der Landwirtschaft, das Umwandeln zahlreicher Wiesen und Weiden in Ackerland, aber auch wachsende Tierbestände auf den Höfen, vor allem im Weser-Ems-Raum.

Das bisherige Kooperationsmodell zwischen Landwirten und Wasserwirtschaft zur Reduzierung der Stickstoffbelastungen sei an seine Grenzen gestoßen, sagte Mathias Eberle, Referatsleiter im Umweltministerium. „Wir müssen zu einem nachhaltigen Nährstoffmanagement kommen und die Zügel anziehen.“

Geplant sind strengere Kontrollen und Regulierungen für das Ausbringen von Gülle, gleichzeitig soll der Dünger effizienter genutzt werden. Mit Rücksicht auf den Grundwasserschutz ist darüber hinaus ab sofort in Trinkwasserschutzgebieten der Neubau von Biogasanlagen verboten. Der verstärkte Anbau von Mais – der bevorzugten Energiepflanze – soll zur Stickstoffanreicherung des Grundwassers ebenfalls massiv beigetragen haben.