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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Zukunft der Friesenbrücke weiter unklar

24.01.2017

Weener /Hannover Große Runde, aber kein wirkliches Ergebnis: Der Gipfel aus Landesregierung, Bahn und Anliegern zur Zukunft der zerstörten Friesenbrücke endete am Montag in Hannover mit der Verschiebung von Beschlüssen auf ein weiteres Treffen am 20. März. „Wir haben uns Zeit gegeben, um an den noch offenen Fragen weiter zu arbeiten“, sagte Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD).

Streitpunkt sind 15 Millionen Euro, die ein Neubau mit breiterer Durchfahrt von dann 56 Meter als Dreh- oder Klappbrücke über die Ems bei Weener mehr kosten würde. Dadurch würde die Überführung von Kreuzfahrtschiffen der Meyer Werft einfacher. Bisher musste das mittlere Brückenteil an rund 50 Tagen im Jahr für Schiffsdurchfahrten ausgehängt werden. Ein Neubau wäre aber erst 2024 fertig, eine reparierte Brücke 2021. Solange die Weichen nicht endgültig gestellt sind, will Bahn-Chef Rüdiger Grube die Planungen für eine Reparatur mit Ziel alter Zustand vorantreiben. Kostenpunkt: etwa 30 Millionen Euro. Eine moderne Dreh- oder Klappkonstruktion würde das Projekt um 15 Millionen Euro verteuern. Geld, das die Bahn nicht ausgeben will.

Verkehrsminister Lies, der die Brücken-Alternative favorisiert, sucht händeringend Dialog-Partner für eine Kostenbeteiligung. Lies denkt dabei an die niederländischen Nachbarn, für die die Bahnverbindung über die Friesenbrücke von Groningen nach Leer von herausragender Bedeutung ist. Enak Ferlemann (CDU), Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, denkt auch an Geldgeber aus den Reihen der Kommunen oder von Wirtschaftsunternehmen wie die Meyer Werft. Allerdings müsse die Wirtschaftlichkeit gegeben sein.

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