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Beruf Es blitzt und kracht in der Umweltstation

Wolfgang Weiß

WESERMARSCH - Der Praxistag der Industriegewerkschaft Bergbau-Chemie-Energie in der Umweltstation Iffens von Dr. Wolfgang Meiners begeisterte 14 Schülerinnen und Schüler aus Schulen der gesamten Region. Mit hochinteressanten Versuchen, wie etwa einer Fettexplosion oder der Energiegewinnung aus dem Watt, wurden die Pennäler begeistert.

Acht Schulen informiert

Der Hintergrund dieses Praxistages ist die Nachwuchsförderung für die hiesigen Industriebetriebe. Die Gewerkschaft möchte mit solchen Tagen die Jugendlichen für diesen Ausbildungspart begeistern und hat sich dafür auch in Unkosten gestürzt. Durch den Gewerkschaftsvorsitzenden Wilfried Riesebieter und den IT-Fachangestellten Herbert Stähr waren immerhin acht Schulen in der Region angeschrieben und dieser Praxistag erläutert worden. Dieser Erklärung und der jeweiligen Einladung lag auch ein Freikuvert für die Anmeldung bei. Aber nicht eine Einladung sei von Schülern bestätigt worden, merkten die Gewerkschafter an.

Für Wilfried Riesebieter und Herbert Stähr ist das nicht akzeptabel. Gerade weil führende Konzerne ihren Sitz in der Region haben, hatten die beiden ein großes Interesse erwartet. Warum sich kein Ausbildungsplatzinteressent gemeldet hat, soll noch untersucht werden.

Praktischer Unterricht

Besonders in Anbetracht des vielseitigen Praxistages in der Umweltstation wurden die 14 Teilnehmer mit Informationen und noch besseren Versuchen belohnt. Selina Groß (15), die auf der KGS in Schwanewede an einem theoretischen Chemieunterricht teilnimmt, war von dem von Dr. Wolfgang Meiners aufgezeigten Versuchen angetan. Sie möchte später Biologie und Chemie studieren. Ihr Vater ist in der Chemiebranche beruflich tätig. Auch Svenja Röpke-Welp (16) von der Zinsendorfschule in Tossens zeigte sich mehr als begeistert von diesem gelungenen Tag. Besonders berufsbetonte Versuche wie die Herstellung einer weißen Pigmentfarbe aus Titandioxid, wie etwa bei Kronos Titan in Blexen, wurden aufgezeigt. Weitere Versuche wurden für die Firmen Xstrata in Nordenham, aber auch für Wilmar Edible Oils (Fettraffinerie), Emery Oleochemicals (Neynaber Chemie in Loxstedt) sowie für die Omni-Pack in Elsfleth aufgezeigt.

Auch beim Mittagessen wurde noch gefachsimpelt. Wolfgang Meiners erklärte anhand der Dehnbarkeit von Nudeln das darin enthaltene C 17-Molekül. Am Nachmittag wurden dann Laugenbrezel mit heißer Lauge gebacken und danach genüsslich verspeist. Bei jedem Versuch wurden nicht nur die chemischen Begleiterscheinungen gezeigt. Auch die Unfallverhütungsvorschriften wurden den Teilnehmern näher gebracht.

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