Wesermarsch - Die Geschäftsleute atmen auf: Ab Montag dürfen Läden unter 800 Quadratmetern Verkaufsfläche wieder öffnen. In der Braker Fußgängerzone bereiten sich die Geschäftsleute schon jetzt darauf vor, die Sicherheitsbestimmungen umzusetzen. Mit Einbahnstraßensystemen, Desinfektionsmittelstationen und Wartebereichen sollen Kunden und Mitarbeiter vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus geschützt werden.

Nicht einfach ist es für die größeren Modehäuser. Sie dürfen aufgrund ihrer großen Verkaufsflächen nicht regulär öffnen. Deshalb behelfen sich die Geschäftsleute mit abgesperrten Bereichen, so zum Beispiel bei Mode W in Bardenfleth, bei Mode Büsing in Nordenham oder beim Modehaus Havekost in Ovelgönne, wo Kunden zudem nur mit Termin beraten werden.

„Alle freuen sich riesig, dass es endlich wieder los geht“, sagt Ilona Tetzlaff, Geschäftsführerin des Vereins Nordenham Marketing & Touristik (NMT). Viele Einzelhändler hatten nach ihren Angaben nicht mit einer so frühen Lockerung der Beschränkungen gerechnet. Umso größer sei jetzt die Erleichterung.

Für Unverständnis sorgt jedoch die Vorgabe, dass die für den Publikumsverkehr geöffneten Verkaufsflächen nicht größer als 800 Quadratmeter sein dürfen. Diese Verordnung des Landes Niedersachsen trifft in Nordenham besonders das Wohncenter und das Möbelhaus Kuboth. Die Inhaber der Möbelgeschäfte fühlen sich benachteiligt und ärgern sich darüber, dass nicht alle Branchen gleich behandelt werden. Der Vorschrift, die Verkaufsflächen auf 800 Quadratmeter zu beschränken, wollen sie durch Absperrungen nachkommen.

Für die Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften haben die Nordenhamer Einzelhändler bereits Vorkehrungen getroffen. Dazu gehören Acrylglas-Abtrennungen an den Kassen, Hinweisschilder und markierte Wartezonen. Eine Tischlerei stellt den Geschäften kostenlos Sitzbänke aus Paletten für den Außenbereich zur Verfügung.

Friederike Liebscher
Friederike Liebscher Redaktion Oldenburg
Norbert Hartfil
Norbert Hartfil Redaktion Nordenham (Leitung)