Wesermarsch - Verbindlichkeit, Fairness, offene Kommunikation, Vertrauen, Wertschätzung sind nur einige Anforderungen, die den Gästen bei „Erfolgreich am Markt“ spontan als Antworten einfielen. Die Liste ließe sich noch erweitern. Führungskräfte sind somit gefordert, Erwartungen zu erfüllen, wollen sie ein gutes Arbeitsklima im Betrieb haben.
Mitarbeiter können mehr
Der Auftakt der Veranstaltungsreihe der Wirtschaftsförderung Wesermarsch stand unter der Überschrift „Führen durch Empowerment – Mitarbeiter können mehr, wenn Sie dürfen!“. Jörg Heller, Referent des Abends, gab den rund 130 Teilnehmern einen Einstieg in das Thema „Empowerment“ als Führungsins-trument. Der englische Begriff steht für befähigen, stärken, aktivieren und rückt den Mitarbeiter mit seinen Erwartungen an den Arbeitsplatz in den Mittelpunkt.
Jörg Heller ist überzeugt davon, dass Menschen grundsätzlich nach Sinn und Begeisterung suchen und auch Leistung erbringen wollen, um Anerkennung von anderen zu erhalten. Wird eine Tätigkeit als sinnlos erfahren, kehrt sich die positive Grundhaltung ins Gegenteil und aus Motivation kann Frust werden.
Erwartungen erfüllen
Doch wie lassen sich diese Erwartungen im Unternehmen erfüllen? Jörg Hellers Empfehlung: „Lassen Sie die Leute auf allen Ebenen ihre Potenziale einsetzen“. Er meint damit, dass Mitarbeiter in einem verabredeten Rahmen ermächtigt werden, eigenständige und „verhandwortliche“ Entscheidungen zu treffen und umzusetzen. „Die Mitarbeiter wollen mehr sein können als ein Mitarbeiter, sie wollen sich als das zeigen, was sie sind“, so der Experte aus Bremen.
Die Aufgabe der Führung verglich der Trainer mit einer „Safety-Car“-Aufgabe aus dem Rennsport: Das Fahrzeug trägt die Verantwortung dafür, dass alle Hindernisse auf der Rennbahn entfernt sind, damit die Rennwagen eine sichere und freie Fahrt haben. „Sorgen Sie für einen fehlerfreien Ablauf, schaffen Sie sichere Rahmenbedingungen und dann lassen Sie die Mitarbeiter, ihre Spezialisten, wieder ran.“
Mit einem hinreichenden Willen zur Veränderung, Kreativität und Durchhaltevermögen könne Empowerment deutlich positive Ergebnisse im Unternehmen entstehen lassen: die Kommunikation untereinander ist stark verbessert, es gibt eine hohe Identifikation mit der Arbeit, die Fluktuation ist gering und der Betrieb wird im Außen als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen.
Zur Vertiefung des Themas findet am 27. Februar ein Praxis-Workshop in den Räumen der Wirtschaftsförderung statt. Details und Anmeldungen sind auf der Homepage der Gesellschaft zu finden.
Gastgeber Imken
Gastgeber des Abends war die Firma Imken Landmaschinen aus Schweiburg. Das Unternehmen wurde vor 20 Jahren von Ralf Schnitger übernommen. Mit aktuell 20 Mitarbeitern wird auf zehntausend Quadratmetern ein breites Sortiment an gebrauchter und neuer Landmaschinentechnik geboten, spezialisiert ist man auf Melktechnik. Das Fachpersonal bedient im Bereich Ersatzteile und Reparaturservice.
Nils Siemen nutzte als neuer Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Wesermarsch den Abend, um sich den zahlreichen Wirtschaftsvertretern vorzustellen.
