WESERMARSCH - WESERMARSCH/BN - Der Bau der Küstenautobahn würde Teile einer großflächig unzerschnittenen Landschaft in der Wesermarsch zerstören. Deshalb werde die Realisierung der A 22-Pläne einen schwerwiegenden Eingriff bedeuten und sei deshalb abzulehnen sei.
Zu dieser Erkenntnis gelangten jetzt 25 Studenten aus dem Arbeitskreis Naturschutz und der Arbeitsgemeinschaft Umweltbildung der Universität Oldenburg, nachdem sie am „GEO-Tag der Artenvielfalt“, der bundesweit an zahlreichen Orten stattfand, in der Wesermarsch mehr als 200 Arten entdeckten. Im Fokus standen dabei Gräben und Grünlandbereiche, die charakteristisch für die Wesermarsch sind.
Allein 120 Pflanzenarten wurden im Gebiet gefunden, sowie etwa 40 Vogelarten. Weitere Tierarten fanden sich in und an den Gräben, darunter die geschützte FFH-Fischart Steinbeißer und die in Deutschland gefährdete Libellenart Fledermaus-Azurjungfer. Auch unter den Pflanzenarten fanden sich einige Rote-Liste-Arten wie die Schwanenblume.
Den Studenten ging es bei dieser Aktion darum, die Besonderheiten des Naturraumes Wesermarsch zu dokumentieren und auf die möglichen Zerstörungseffekte durch die geplante Küstenautobahn hinzuweisen. Besonders für die große Anzahl der beobachteten Wiesenvogelarten würde die Autobahn einen deutlichen Einschnitt bedeuten. Ebenso würden dem Autobahnbau einige der naturschutzfachlich wertvollen Gräben zum Opfer fallen.
