WESTERLOY - Laienschauspieler, die ihre Rollen mit wahrer Freude auslebten, Zuschauer, die von Anfang bis Ende nicht aus dem Lachen herauskamen: „Oh, wat nette Lü!“ bei der Premiere im ausverkauften Westerloyer Mühlenhof. In allerbester Spiellaune präsentierte sich die Westerloyer Theatertruppe dem Publikum. Und die Zuschauer spendeten immer wieder Zwischenapplaus und bedankten sich am Schluss sogar mit Fußtrommeln für einen heiteren zweieinhalbstündigen Theaterabend.
„Herr, schick mi in de Wüste, over hol mi dat Wiev vann Hals“: Debütant Bastian Warntjen sprach Plattdeutsch als wäre es seine Muttersprache, dabei hat er es extra für seine Bühnenrolle gelernt. Neben den erfahrenen Westerloyer Akteuren ist Bastian Warntjen allemal eine Bereicherung.
Doch, was ist das Besondere bei „Oh, wat nette Lü!“, einem Lustspeel in drei Akten, übersetzt von Günter Drewes?
Da ist zum einen das Ehepaar Johann und Else Weerts (Jürgen Hinrichs und Sabine Rickels) mit den beiden Söhnen Karl und Friedhelm (Andre zur Brügge und Bastian Warntjen) und auf der anderen Seite das Ehepaar Jakob und Dora Senf (Johann Hollander und Gisela Bade). Die Ehefrauen Else Weerts und Dora Senf erhoffen sich bei der Teilnahme an einem Wettbewerb einen beträchtlichen Gewinn. In einer Zeitschrift wird die „Gold-Familie des Monats“ gesucht – typisch und speziell soll die Familie sein. Ein vielversprechender Gewinn von 25 000 Euro macht den Frauen Mut, sich zu bewerben. Reporterin Margot Bach (Sandra Warntjen), die dem Alkohol sehr zugetan ist, besucht die Familien. Ob sie die Voraussetzungen erfüllen „nette Lü“ zu sein, oder ob es am Ende doch ganz „normale Lü“ sind, das zeigen die Theaterspieler im Mühlenhof. Wer noch keine Karten reserviert hat, sollte sich sputen.
