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Agrargipfel: Ammerländer Bleiben Skeptisch Landwirte befürchten Taktik

Westerstede/Ammerland - Am Montag hat sich Bundeskanzlerin Merkel mit 40 Verbänden und Organisationen aus der Agrarbranche und dem ländlichen Raum zum Agrargipfel im Kanzleramt getroffen, um über die Sorgen der Landwirte und die Folgen des Agrarpakets zu sprechen. Die Demonstrationen der letzten Monate hatten erreicht, dass Landwirtschaft nun zur Chefsache geworden ist. Angela Merkel stellte zwar zu Beginn des Treffens klar, dass es keinen Kurswechsel in der Agrarpolitik geben werde, setzte aber deutliche Zeichen für mehr Dialog und Anerkennung.

Landvolkverband begrüßt Gespräche

Manfred Gerken, 1. Vorsitzender des Ammerländer Landvolkverbandes, begrüßte das dreistündige Gespräch: „Der konstruktive Austausch ist ein erster Schritt, es müssen jedoch weitere Gespräche in kleinerem Rahmen folgen.“ Dies bestätigte auch Felix Müller, 2. Vorsitzender des Ammerländer Landvolkverbandes. Er kritisierte, dass aufgrund der Teilnahme einer Vielzahl von Organisationen, die teilweise nur marginal betroffen seien, wie zum Beispiel der Bund deutscher Pfadfinder, eine Vielzahl von Redebeiträgen resultierten, so dass ein konstruktiver Austausch erschwert wurde. Die Sorge der Landwirte sei, dass die geplanten Gespräche und Arbeitsgruppen sehr viel Zeit benötigten und das Aktionsprogramm Insektenschutz bis zum Herbst bereits umgesetzt werde. Dass die Düngeverordnung keinen großen Spielraum für Verhandlungen aufweise, sei den Landwirten bekannt, dennoch sei eine stärkere Binnendifferenzierung und eine Überprüfung der Messstellen unumgänglich.

Landwirte beunruhigt

Manfred Gerken äußerte aber auch die Befürchtung, dass die anlässlich des Gipfels geplanten Maßnahmen und Arbeitskreissitzungen einzig das Ziel verfolgen, die Landwirte zu beruhigen und Zeit zu gewinnen. Die Forderung der Landwirtschaft nach Dialog und Kooperation sei eine ganz wesentliche, sie solle jedoch auch das eigentliche Ziel, konkrete Veränderungen des Agrarpaketes zu erreichen, zur Folge haben – sonst werde der Frust der Landwirte bleiben und nicht mehr nur Demonstrationen zur Folge haben.

Westerstede/Amemrland - Am Montag hat sich Bundeskanzlerin Merkel mit 40 Verbänden und Organisationen aus der Agrarbranche und dem ländlichen Raum zum Agrargipfel im Kanzleramt getroffen, um über die Sorgen der Landwirte und die Folgen des Agrarpakets zu sprechen. Die Demonstrationen der letzten Monate hatten erreicht, dass Landwirtschaft nun zur Chefsache geworden ist. Angela Merkel stellte zwar zu Beginn des Treffens klar, dass es keinen Kurswechsel in der Agrarpolitik geben werde, setzte aber deutliche Zeichen für mehr Dialog und Anerkennung.

Landvolkverband begrüßt Gespräche

Manfred Gerken, 1. Vorsitzender des Ammerländer Landvolkverbandes, begrüßte das dreistündige Gespräch: „Der konstruktive Austausch ist ein erster Schritt, es müssen jedoch weitere Gespräche in kleinerem Rahmen folgen.“ Dies bestätigte auch Felix Müller, 2. Vorsitzender des Ammerländer Landvolkverbandes. Er kritisierte, dass aufgrund der Teilnahme einer Vielzahl von Organisationen, die teilweise nur marginal betroffen seien, wie zum Beispiel der Bund deutscher Pfadfinder, eine Vielzahl von Redebeiträgen resultierten, so dass ein konstruktiver Austausch erschwert wurde. Die Sorge der Landwirte sei, dass die geplanten Gespräche und Arbeitsgruppen sehr viel Zeit benötigten und das Aktionsprogramm Insektenschutz bis zum Herbst bereits umgesetzt werde. Dass die Düngeverordnung keinen großen Spielraum für Verhandlungen aufweise, sei den Landwirten bekannt, dennoch sei eine stärkere Binnendifferenzierung und eine Überprüfung der Messstellen unumgänglich.

Landwirte beunruhigt

Manfred Gerken äußerte aber auch die Befürchtung, dass die anlässlich des Gipfels geplanten Maßnahmen und Arbeitskreissitzungen einzig das Ziel verfolgen, die Landwirte zu beruhigen und Zeit zu gewinnen. Die Forderung der Landwirtschaft nach Dialog und Kooperation sei eine ganz wesentliche, sie solle jedoch auch das eigentliche Ziel, konkrete Veränderungen des Agrarpaketes zu erreichen, zur Folge haben – sonst werde der Frust der Landwirte bleiben und nicht mehr nur Demonstrationen zur Folge haben.

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