WESTERSTEDE - Professor Dr. Sylvia Kotterba ist seit dem 1. Dezember vergangenen Jahres neue Chefärztin der neurologischen Fachabteilung an der Westersteder Ammerland-Klinik. Drei Oberärzte und zehn Assistenten stehen ihr dort zur Seite.
Studiert hat die gebürtige Emderin an der Ruhr-Universität in Bochum. Nach ihrem Studium war sie als Assistenzärztin in dem Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil – der ältesten Unfallklinik der Welt – tätig. Neben ihrer Facharztausbildung und diversen Weiterbildungen hat sie sich bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit auf den Bereich der Schlafmedizin konzentriert.
Auf ihre künftige Tätigkeit an der Ammerland Klinik – dem Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen – freue sie sich. Als Privatdozentin will sie allerdings weiterhin neben der klinischen Arbeit in Hörsälen referieren, „um den Nachwuchs für Medizin zu begeistern und einige Absolventen vielleicht in das Ammerland zu locken“, hofft die Neurologin. Auch auf das zivil-militärische Kooperationsprojekt zwischen der Ammerland-Klinik und der Bundeswehr sei sie gespannt. Neben der Klinik entsteht gegenwärtig das neue Bundeswehrkrankenhaus, das, wie berichtet, im April fertig gestellt werden soll. Drei Monate später werden schon die ersten Patienten erwartet.
Den Rücken hat die Ostfriesin dem Norden nur zeitweise gekehrt: „Für mich stand immer fest, dass ich wieder in die Nähe meiner Heimat zurück gehe“, so die Chefärztin. Der gute Ruf der Ammerland- Klinik sei auch im Ruhrgebiet bekannt. Dieser habe sich bestätigt: „Hier ist alles wunderbar, so hätte ich mir das nicht vorgestellt“, sagt Kotterba, die mit der medizinisch-technischen Ausstattung, vor allem aber mit den Kollegen sehr zufrieden ist. „Die Gebiete, auf denen ich in Bochum gearbeitet habe, sind hier in der Klinik abgedeckt“, lobt die Emderin das breite Spektrum des Hauses. Besonders freut sich die Neurologin über das kürzlich eröffnete Schlaflabor. Ihrem beruflichen Schwerpunkt kann sie in Westerstede mit den neuesten Technologien nachgehen und Menschen helfen.
Auf ihre plattdeutschen Patienten ist Dr. Kotterba ebenfalls vorbereitet: „Ich verstehe fast alles, nur beim Sprechen bin ich etwas gehemmt“, bekennt die Chefärztin. Im Ammerland fühle sie sich jetzt schon wohl. „Ich habe Familie hier“, freut sich Kotterba über den Anschluss in der Kreisstadt, in der sie schon bald auch gerne ihren Wohnsitz langfristig einrichten möchte.
In ihrer Freizeit umgibt sich Kotterba gern mit Musik. Im Chor hat sie schon in Bochum gesungen. Auch hier möchte sie Anschluss an eine Sängergruppe finden, obwohl nicht viel Zeit neben der Arbeit in der Klinik bleibe. „Die Musik ist der Ausgleich, den ich zu meiner Arbeit brauche“, so Dr. Sylvia Kotterba.
