WESTERSTEDE - So manchem Fallschirmspringer haben sie in jüngster Zeit vom Verkehrslandeplatz Leer/Papenburg aus mit ihren bunt lackierten „Pink-Flugzeugen“ in die Lüfte verholfen. Nun gönnten sich die Absetzpiloten einmal selbst etwas: Einen ganzen Tag lang durften sie beim E3A-Aufklärungsgeschwader der NATO in Geilenkrichen/Nordrhein-Westfalen hinter die Kulissen schauen. Mit Mirko Stieg aus Ocholt sowie Malte und Niels Grellert aus Westerstede waren auch drei Ammerländer bei diesem besonderen Erlebnis mit von der Partie.

„Pink-Chef“ Thomas Lewetz hatte für eine möglichst standesgemäße Anreise kurzerhand eines seiner Flugzeuge vom Typ „Skyvan SC7“ zur Verfügung gestellt. Im ostfriesischen Leer gestartet setzte nach knapp anderthalb Stunden Flugzeit die neckisch lackierte Maschine sicher auf den Geilenkirchener NATO-Flugplatz auf und zog erwartungsgemäß viele neugierige Blicke auf sich.

Auf dieser Einrichtung sind 17 der sogenannten „AWACS-Flugzeuge“ vom Typ „Boeing 707“ zu Hause, die der Aufgabe der Luftraumaufklärung und -überwachung mit dem Ziel der Früherkennung und Vorwarnung nachkommen. Die fast 47 Meter langen und 13 Meter hohen Maschinen haben eine Spannweite von über 44 Metern.

Vor Ort ließen sich die NATO-Soldaten nicht lumpen und ermöglichten ihren ostfriesischen Gästen neben dem Besuch verschiedener Simulatoren, des Towers und der Feuerwehr vor allen den seltenen Zutritt zu einer „AWACS-Maschine“ bei fachkundiger Erklärung. „Am imposantesten wirkte auf mich der riesige Radarteller auf dem Rücken der Maschinen“, staunte Niels Grellert über die Ausmaße.

„Das war wirklich eine tolle und überaus interessante Unternehmung“, bringt Bruder Malte die Meinung der übrigen Mitreisenden auf den Punkt. „Ich bin mir sicher, sobald nicht wieder eine solche Möglichkeit zu erhalten“, ergänzt der angehende Polizeikommissar.


Ausrichter der Unternehmung war die Kreisgeschäftsstelle des Deutschen Reservistenverbandes in Aurich. Diese wurde damit ihrer Aufgabe als Mittler zwischen Militär und Bürgern erneut gerecht.