WESTERSTEDE - WESTERSTEDE - „Weniger Bewegung als im Vorjahreszeitraum“ auf dem Grundstücksmarkt registrierten ehrenamtliche Sachverständige, die für den Bericht des Gutachterausschusses Daten über die Entwicklung im Immobilienbereich sammelten. Diese geben auf der Basis der Kaufverträge einen Überblick über Umsätze, Preisniveau und Preisentwicklung. Vorsitzender Holger Seifert und Walter Runge (Katasteramt Westerstede) stellten die Ergebnisse für den Bereich des Landkreises Ammerland vor. „Die Anzahl der Grundstückskaufverträge ist um 6,5 Prozent (von 1699 auf 1588) gesunken“, sagte Seifert. Ein deutliches Plus von 10,4% weise hingegen die Stadt Oldenburg aus, und der Landkreis Friesland immerhin noch ein Plus von 5,8%.

Somit sei natürlich auch der Geldumsatz betroffen. Es wurden 157 Millionen Euro (Vorjahr 174 Mio) umgesetzt, das bedeute zehn Prozent weniger als im Vorjahr. Wie der Bericht ausweist, entfallen von den 1588 Kaufverträgen 41% auf bebaute Gurndstücke, 29% auf unbebaute, 14% auf Wohnungs-/Teileigentum und 11% auf land- und forstwirtschaftliche Flächen.

Im Bereich der Ein-/Zweifamilienhäuser hat es laut Seifert weniger Käufe gegeben (464, Vorjahr 473). „Hier im Ammerland hatten wir 2002/2003 die höchsten Zahlen bislang mit 512 bzw. 489“, berichtete der Vorsitzende des Gutachterausschusses. Konstant sei allerdings der Durchschnittpreis geblieben, der bei 151 000 Euro für ein gebrauchtes Haus liege. Reihenhäuser oder Doppelhaushälften seien weniger ein Thema, die Zahl der Käufe sank um 20,6%, der Durchschnittspreis liege bei 120 000 Euro.

Auf dem Niveau des Vorjahres liege die Anzahl der Verträge für Wohnungseigentum (218 Verträge). Nach dem Bericht liegt das Preisniveau für Neubauten bei 1770 Euro/Quadratmeter Wohnfläche, bei gebrauchten bei 1170 Euro/Quadratmeter.

Deutlich gesunken sei die Zahl der verkauften Bauplätze (380 auf 284). Der mittlere Preis für einen Bauplatz des individuellen Wohnungsbaus liegt im Ammerland bei 78 Euro/Quadratmeter. An der Spitze liegt Bad Zwischenan (87), gefolgt von Rastede (83), Wiefelstede (80), Edewecht (77), Westerstede/Stadt (67) und Apen (48). „Rastede, Wiefelstede und Edewecht profitieren ganz klar vom ,Speckgürtel’ Oldenburg. Die Nähe der Stadt zieht“, meinte Holger Seifert.