WESTERSTEDE - Gut besucht sind in der Regel Lehrgänge der Haus- und Familienpflege. Die Ausbildung zur Tagesmutter wird in diesem Jahr noch bezuschusst und kann günstiger angeboten werden.
von kerstin schumann
WESTERSTEDE - Familien zu stärken und zu unterstützen sieht Elisabeth Spradau, Geschäftsführerin des Evangelischen Bildungwerks Ammerland (EBA), als Kernaufgabe der Bildungsarbeit ihrer Einrichtung an. „Rund 43 Prozent des Kursangebots im neuen Halbjahr 2007 dreht sich um Fragen der Familie – von Kindererziehung bis hin zur Konfliktbewältigung“, beschreibt sie die Schwerpunkte der Arbeit. Beratungsangebote und Eltern-Kind-Kreise gehörten ebenso zum Spektrum wie die Möglichkeit, sich als pädagogischer Mitarbeiter oder Tagesmutter/vater fortbilden zu lassen.„Die Tagesmutterausbildung können wir in diesem Jahr auch noch zu einem deutlich günstigeren Beitragssatz anbieten, weil wir noch die EU-Förderung in Anspruch nehmen können“, sagt die Geschäftsführerin. Deshalb rechne sie mit einem entsprechend großen Andrang. Die Ausbildungskurse für pädagogische Mitarbeiter seien gleichfalls immer voll. „Die Teilnehmer erfahren alles, was sie für ihre nicht immer einfache Arbeit benötigen, wie man zum Beispiel mit Konflikten umgeht.“
Hilfestellung bei Fragen rund um die Geburt oder die Betreuung von Säuglingen (Delfi) sollen andere Kursangebote geben. Frauengesprächskreise oder Entspannungskurse sollen dabei helfen, Netzwerke zu schaffen und die leeren Batterien aufzufüllen.
Wer sich im Bereich Haus- und Familienpflege qualifizieren möchte, der findet ebenfalls Angebote. „Die Kurse sind stets gut besucht. Rund 90 bis 95 Prozent der Teilnehmer finden hinterher eine Anstellung. Das ist ein Berufsfeld, in dem noch Bedarf besteht“, weiß Elisabeth Spradau. Immer wieder meldeten sich auch Frauen, die Angehörige zu Hause betreuen möchten, dafür an.
Soziales Engagement ist der Geschäftsführerin ebenfalls wichtig. Ob Hospizdienst oder anderes: „Die Fortbildung von Ehrenamtlichen haben im Laufe der vergangenen Jahre ein größeres Gewicht bekommen. Dafür wurde inzwischen eine eigene Rubrik eingerichtet.“
Lebenshilfe und Selbsthilfe sind weitere Stichworte, die Elisabeth Spradau nennt. Für verschiedene Krankheiten und Schicksalsschläge gebe es Gruppenangebote, die bei der Bewältigung von Lebenskrisen helfen sollen.
An Arbeitslose wendet sich ein neues Angebot im Heft. Unter der Überschrift „Beziehungen unter Druck“ werden Probleme aufgerollt, die in einer Ehe oder Partnerschaft durch diese besondere Lebenssituation entstehen können. Komplettiert wird das Programm von Kursen, die Kreativität wecken, die Gesundheit fördern oder beim Umgang mit dem Computer helfen sollen.
Das frühlingshaft fliederfarben gestaltete Heft liegt in Arztpraxen, in Apotheken sowie in den Kirchenbüros im Landkreis Ammerland aus. Fragen beantworten auch die Mitarbeiter des Evangelischen Bildungswerks in Westerstede an der Wilhelm-Geiler-Straße 14, 04488/77151.
Mehr Infos unter www.eeb-niedersachsen.de/ammerland/
