WESTERSTEDE - In Frankreich ist das Boule-Spiel mindestens ebenso verbreitet wie im Ammerland das Boßeln. Seit kurzem gibt es nun auch auf der Westersteder Thalenweide die Chance, französische Lebensart zu testen. Denn in der Wintersaison haben Mitarbeiter des städtischen Bauhofs einen Boule-Platz gebaut.
Wie Bürgermeister Klaus Groß und Paul Eckholt vom Bauverwaltungsamt wissen, erfreut sich das Spiel in Deutschland steigender Beliebtheit. Immer wieder habe es Anfragen von Bürgern gegeben, die nach einem passenden Platz für die Ausübung ihres Hobbys suchten.
Auf Anregung der Grünen wurde die Idee schließlich in den Gremien behandelt und fand überall Beifall. So musste nur noch ein passender Ort gefunden werden. In der Diskussion war zunächst die Hössensportanlage. Dort hätte der Boule-Platz von den Gästen der Sportschule und der Jugendherberge gleichermaßen genutzt werden können. Dann aber wurde die Thalenweide favorisiert, weil man sich davon eine weitere Attraktion für die Innenstadt versprach. Ein solches, eher ruhiges Freizeitangebot würde den ohnehin gerade umgestalteten kleinen Stadtpark weiter aufwerten, war die vorherrschende Meinung.
Inzwischen ist die 3000 Euro teure Anlage komplett fertig, jetzt können die Boule-Spieler kommen. Auch wer noch nie Boule-Kugeln in der Hand hatte, kann diese Sportart einmal ausprobieren. Ein Set Kugeln kann in der Touristik Westerstede ausgeliehen werden, eine kurze Spielanleitung findet sich direkt am Platz.
