WESTERSTEDE - Lange Zeit gehörte die Stellmacherei Ahrens zum Stadtbild von Westerstede. Vor einigen Jahren wurde das historische Gebäude dann Balken für Balken abgebrochen, um 2007/2008 naturgetreu wieder aufgebaut zu werden – im Museumsdorf Cloppenburg. Hier gilt die Werkstatt als etwas Besonderes, weil die Besucher daran die Arbeits- und Lebensverhältnisse der Handwerker sehr gut nachvollziehen können.
Die Stellmacherei war 1885 zunächst als Remise gebaut und im Anschluss mehrfach umgebaut und modernisiert worden. In der Werkstatt wurde Holz verarbeitet; gerade das Ammerland war bekannt für seine Qualitätsprodukte. Diese Handwerkskunst ernährte die Familie drei Generationen lang, bis der Betrieb 1968 eingestellt wurde. Für das Museumsdorf haben die Nachfahren einige Fotos, Briefe und persönliche Gegenstände zur Verfügung gestellt.
In die Geschichte des Gebäudes und des Berufsbilds können Interessierte an diesem Sonntag, 16. Januar, beim „Sonntagsspaziergang“ aus der Reihe „Historische Werkstattgebäude des Museumsdorfs“ eintauchen. Unter dem Titel „Von schiefen Achsen und Wagonetten“ geht es zunächst um die Entstehung des Rades, der Wagen, Kutschen und anderer Fahrzeuge. Dann wird Dipl.- Ing. Winfried Prieß die Stellmacherei Ahrens ausführlich vorstellen. Nicht nur die verschiedenen Bauphasen des Gebäudes, sondern auch die für das Stellmacherhandwerk wichtigen Werkzeuge und Maschinen werden erklärt. Nicht fehlen soll auch ein kleiner Ausflug in die Familiengeschichte. Und schließlich werden noch einige Sagen beleuchtet. Treffpunkt für die Führung: 14.30 Uhr an der Museumskasse.
