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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Nahost-Konflikt: Westerstede hilft Gaza-Kindern

09.08.2014
NWZonline.de NWZonline 2015-07-21T13:48:24Z 280 158

Nahost-Konflikt:
Westerstede hilft Gaza-Kindern

Westerstede Als eines der ersten Krankenhäuser Deutschlands wird das Klinikzentrum Westerstede Kriegsopfer aus dem Gazastreifen aufnehmen und medizinisch versorgen. Sowohl die Bundeswehr als auch die Ammerland-Klinik als ziviler Gesundheitsversorger erklärten sich bereit, zunächst drei Frauen und Kinder zu betreuen, die im aktuellen Krieg zwischen Israel und den Palästinensern bei Raketenangriffen verletzt wurden.

Zustande kommt die Hilfsaktion auf Initiative von Chefarzt Dr. Muneer Deeb. Der erst seit Kurzem in Westerstede tätige Chirurg stammt aus dem Gazastreifen, hat dort auch während der vorletzten Krise in den Jahren 2008 und 2009 am Zentralkrankenhaus gearbeitet. „Ich kenne die Verhältnisse an dieser großen Klinik in Gaza daher gut. Dort können nach Angriffen maximal 15 Verwundete versorgt werden. Es gibt acht Operationssäle. Das ist viel zu wenig, denn es kommen stets deutlich mehr Kriegsopfer mit schwersten Verletzungen“, beschrieb Deeb seine Erfahrungen in einem NWZ -Gespräch.

Nun haben sich Kollegen des in Palästina geborenen Arztes mit einem Hilferuf an Deeb gewendet. Über die international tätige Plattform PalMed, der auch Deeb angehört, sind bereits mehrere Ärzteteams im Krisengebiet eingetroffen und leisten dort wichtige Hilfestellungen.

Gemeinsam mit PalMed soll in diesen Tagen entschieden werden, welche drei Patienten nach Westerstede kommen.

Weder das Bundeswehrkrankenhaus noch die Ammerland-Klinik werden ihre medizinischen Leistungen übrigens in Rechnung stellen. Der Medizinische Geschäftsführer der Westersteder Ammerland-Klinik, Chefarzt Dr. Michael Wuttke, sagte. „Das ist ein humanitärer Akt, zu dem man sich regelrecht verpflichtet fühlt angesichts dieser furchtbaren Bilder aus den Krisengebieten.“

Ammerland-Landrat Jörg Bensberg (parteilos) unterstützt die Bemühungen des Klinikzentrums. „Ich bin der festen Überzeugung, dass Kliniken solche Aktionen gut zu Gesicht stehen. Humanitäre Hilfe ist dringend erforderlich.“