WESTERSTEDE - Sie fliegen nur bei guter Sicht und haben moderne Aufnahmegeräte dabei. Von März bis Mai lässt die Oldenburger Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften neue Luftbilder vom Ammerland herstellen. Sie dienen später zur Überprüfung und Fortsetzung amtlicher topografischer Daten- und Kartenwerke.

Zur Vorbereitung dieser Fotoflüge werden nach Angaben der Katasterbehörde ausgewählte Vermessungspunkte durch weiße oder rote Kunststoffplatten aus der Luft einfach auffindbar und damit sichtbar gemacht. Diese „Passpunkte“, wie Fachleute sie nennen, sind etwa einen Meter lang. Streng formell ausgedrückt stehen die Signale sogar unter dem Schutz des Vermessungs- und Katastergesetzes. Mit anderen Worten heißt das: Vor allem Grundstückseigentümer werden um Unterstützung gebeten, wenn Außendienst-Mitarbeiter der Behörde zum Auslegen besagter Signale Privatgrundstücke betreten müssen.

„Wir bitten die Bevölkerung daher um Verständnis für unsere Arbeit. Luftbilder helfen bei der Fortsetzung der Landeskartenwerke, sie dienen kommunalen, planerischen aber auch privaten Zwecken und sie sind wichtig bei Entschädigungsfragen in der Landwirtschaft“, betonte Uwe Kroon vom Katasteramt in Westerstede.

Weil für die Fotoflüge, wie erwähnt gutes Wetter erforderlich ist, müssen die Signalplatten oft mehrere Wochen liegen bleiben. Nach etwa sechs Monaten stehen die Bilder zum Verkauf bereit. Auskünfte über Kosten erteilt das Katasteramt Westerstede.