WESTERSTEDE - Der Naturschutzbund Westerstede (Nabu) möchte für Störche eine naturnahe Behausung schaffen und bittet dabei um Unterstützung. Seit zwei Jahren etwa werden in der Niederung Hollwegerfeld/Ihorst an der Großen Norderbäke im April Störche beobachtet, die offensichtlich bei der Zwischenrast hier auf der Suche nach geeigneten Nistplätzen sind.

Das Gelände bietet durch entsprechendes Futterangebot ideale Voraussetzung hierfür. Dort sind nicht nur Feuchtwiesen vorhanden, sondern auch Grasflächen, auf denen Adebar ausreichend Futter findet. Entgegen der allgemeinen vorherrschenden Meinung, Störche leben von Fröschen, besteht jedoch die Hauptnahrung aus Wühlmäusen. Maulwürfen, Hamster, Eidechsen und Kaulquappen. Der Storch nistet mit Vorliebe auf einem hohen Baum, durch entsprechendes Angebot hat ihn der Mensch auch an und auf das Haus gewöhnt.

Der Nabu ist bestrebt, wieder eine naturnahe Behausung zu schaffen. In Hollwegerfeld wurde dies durch Anwohner bereits durch das aufstellen eines Mastes mit einer runden Metallplattform als Spitze erstellt. Auf Anraten der Storchenstation Leiferde im Landkreis Gifhorn müssen aber noch mehr Nistangebote gegeben sein.

Wie Manfred Pfeil, Sprecher des Nabu Westerstede erklärt, fehlt es vor Ort an entsprechenden Mitteln und Materialien, um diese Tiere wieder heimisch werden zu lassen. Darum bittet der Nabu um Unterstützung: Wer einen entsprechenden Masten zu Verfügung stellen kann, melde sich unter 04488/526 040.

Weiter wird für die Werkstatt der Naturschutzjugend eine Werkbank gesucht. Die Jugendlichen gehen daran, über die Wintermonate Nisthilfen und Fledermauskästen zu bauen. Derzeitige wird an der Herstellung von Schleiereulenkästen und Steinkauzröhren gearbeitet. Wobei sie hier von den örtlichen Holzbe- und Verarbeitungsbetriebe durch Vorarbeiten unterstützt werden. Wer mit einer entsprechenden Werkbank dienen kann, meldet sich ebenfalls unter der genannten Telefonnummer.