Westerstede/Oldenburg - Nach Bekanntgabe des geplatzten Fusionsvorhabens zwischen der Volksbank Westerstede und der Raiffeisenbank Oldenburg bleiben für Kunden viele Fragen offen. Zu den Gründen des gescheiterten Vorhabens wollen sich die Vorstände aktuell nicht äußern. Details sollen bei den Vertreterversammlungen im kommenden Jahr genannt werden, erklärte Jens Werner, Bereichsleiter Vorstandsstab/Unternehmenskommunikation bei der Volksbank in Westerstede, auf Nachfrage der NWZ.

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Ohnehin habe es sich bei der angestrebten Fusion zunächst nur um eine Absichtserklärung gehandelt. Bei den Verhandlungen und der Projektarbeit habe sich dann aber herausgestellt, dass es aktuell keinen Sinn mache, die beiden Häuser zusammenzulegen. „Von den Synergieeffekten sollen ja die Kunden profitieren. Dann muss aber alles zu 100 Prozent passen“, so Werner. Eine wirtschaftliche Not gebe es für die Banken jedenfalls nicht. „Beiden Häusern geht es gut.“ Für die Kunden ändere sich nach der jüngsten Entscheidung nichts. „Beide Häuser arbeiten weiter intensiv zusammen. Wir sind nicht im Bösen auseinandergegangen.“ Und außerdem könne es durchaus sein, dass die Fusionsverhandlungen zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden, stellte Werner in Aussicht.

Die Raiffeisenbank Oldenburg hat Zweigstellen im Ammerland und betreut rund 33 000 Kunden (Bilanzsumme 636 Millionen Euro). Erst im Jahr 2001 war die Raiffeisenbank Oldenburg mit der Volksbank Bad Zwischenahn fusioniert. Beschäftigt sind dort insgesamt 114 Mitarbeiter.

Die Volksbank Westerstede (Bilanzsumme 326 Millionen) hat rund 12 000 Kunden und beschäftigt etwa 60 Mitarbeiter.

Kerstin Schumann
Kerstin Schumann Redaktion Westerstede