WESTERSTEDE - Rollstühle, Gehhilfen, Rollatoren, Trimmräder, Mobilisationshilfen und andere Krankenpflegehilfsmittel werden für die Lieferung nach Polen in einen Transporter verladen. „Wir geben Gegenstände ab, die wir nicht mehr brauchen, aber in Polen dringend benötigt werden“, bringt es Willy Bergner, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Westerstede, auf den Punkt. Schließlich sei das Besondere an der Partnerschaft mit den Kollegen in Pleszew, Freud und Leid zu teilen. So sei man durch die Bitte des polnischen Altenheimleiters nach dringend notwendigen Krankenpflegehilfsmitteln hellhörig geworden.

Die Sammelaktion sei zügig in Gang gekommen, Privatpersonen geben nicht mehr benötigte Hilfsmittel bei der „Schnüsterstuv“ ab. In diesen Tagen ist bereits der sechste Transport in die polnische Partnerstadt Pleszew erfolgt, zudem wurden Pflegebetten mit einem Lkw befördert.

„Auch die Stadt Westerstede hilft uns großzügig, Bürgermeister Groß ist unser Fan und Helfer“, lobt Bergner die hervorragende Zusammenarbeit. Ebenso habe kürzlich der Seniorenbeirat mit einer Sammelaktion von Kuscheltieren, die an Demenzkranke übergeben wurden, sehr geholfen.

Drei polnische Freunde, darunter der Amtskollege von Bergner, Andrzej Borkowski, waren jetzt im Ammerland, um die Rehabilitationsmittel zu holen. Dabei waren auch Kartonweise Bücher, ja sogar Lexika und andere Lehrbücher, für die Schulbibliothek. „In jeder polnischen Schule wird die deutsche Sprache unterrichtet, daher ist Lesestoff sehr wichtig“, nennt es Reinhold Weerts. Durch die vielfältigen Kontakte würden ebenso die kulturellen Begebenheiten angeschoben.

„Wir sind unseren deutschen Freunden sehr dankbar für die großzügige Unterstützung“, freute sich Andrzej Borkowski. Während er sich mit seinem Team wieder auf die Heimreise machte, wird in der „Schnüsterstuv“ bereits weiter gesammelt, denn in etwa zwei Monaten steht bereits der nächste Transport an.