WESTERSTEDE - An den Haltestellen wird gestoßen und gedrängelt, im Bus lässt man die jüngeren Schüler nicht sitzen und schikaniert sie: Dies ist neben Vandalismus, Streit und Konflikten leider Alltag an den Haltestellen und in den Bussen, mit denen Schülerinnen und Schüler täglich transportiert werden. Auch an der Robert-Dannemann-Schule. 150 Jungen und Mädchen nehmen jeden Tag den Schulbus, insbesondere aus Halsbek und Ocholt.
Die Folge dieser Situation: Jüngere Schüler, die mit Bauchschmerzen in den Bus steigen oder gar aus Angst weinen. Elternvertreterin Eike Neumann, Mutter zweier Schüler, ergriff schließlich die Initiative und brachte das Projekt Busbegleiter, mit dem man schon in Wiefelstede gute Erfahrungen gesammelt hat, mit auf den Weg.
Schließlich setzten sich Stadtjugendpflege, Polizei, Schulsozialarbeit und die Weser-Ems-Bus GmbH an einen Tisch. Jungen und Mädchen, die den Job des Busbegleiters gern übernehmen wollten, gab es ausreichend Derzeit werden sie auf diese neue Aufgabe vom so genannten Coolness-Trainer David Eckart vorbereitet. Dabei erstellen sie ihre Verhaltens-Regeln, machen praktische Übungen und Rollenspiele im Bus und lernen, auf Beleidigungen nicht zu reagieren. Dass etwas passieren musste, weiß auch Busfahrer Gert Bohlen: „In den letzten Jahren ist es schlimmer geworden.“ Rückendeckung erhalten die Busbegleiter künftig auch von der Polizei – im Bus.
Konfliktsituationen entschärfen und Streit schlichten
Die Aufgaben
der Schüler als Busbegleiter sind:Acht geben auf jüngere Schüler, die beim Busfahren noch unsicher sind
Streit schlichten und Konfliktsituationen entschärfen
Hilfestellung geben, Vorbildfunktion ausüben, Ansprechpartner sei
Beschädigungen und Schmierereien vermeiden
Unfälle vermeiden, die durch falsches Verhalten entstehen können
