WESTERSTEDE - Viele Probleme wurden angesprochen. Fehlende Geschäfte und mangelnde Sicherheit für Fußgänger wurden kritisiert.

von kerstin schumann

WESTERSTEDE - Gern angenommen wurde gestern das Angebot der NWZ , die Rollende Redaktion auf dem Alten Markt zu besuchen. Viele Leser nutzten die Möglickkeit, Ärger und Lob über die Heimatstadt zu formulieren.

Dieter Heine beispielsweise hat Westerstede Anfang der 50-er Jahre kennen gelernt. „Das ganze Erscheinungsbild hat sich zum Positiven verändert“, erklärt er. Die schöne Bausubstanz sei erhalten geblieben, keine hohen Gebäude würden das Stadtbild verschandeln. Ihn stört jedoch die Vermischung von Radfahrern und Fußgängern in der Fußgängerzone. Das sei sehr gefährlich, er selbst sei schon angefahren worden.

Die Qualität einiger Radwege bemängelt Klaus Härtel. Die Strecke entlang der Landstraße in Richtung Apen beispielsweise sei eine einzige Buckelpiste. Auch der Rad- und Fußweg bei Kapels in Hüllstede sei nur mangelhaft ausgebessert worden.

Das Wurzelwerk der Ahornbäume an der Norderstraße hebe die Steine auf den Privatgrundstücken an. Darüber ärgert sich Ursula Hackbusch.


Verkehrsprobleme der Gaststraße könnten nach Ansicht von Dr. Traute Range behoben werden, indem Schweller und Blumenkästen weggenommen würden. Dann würde der Verkehr fließen, das Chaos hätte ein Ende.

Ein Lebensmittelgeschäft wünscht sich Hanna Scholz am Wohngebiet Hössen. Ein solches Angebot fehle auch in der Innenstadt, notfalls ein Kiosk. Ein Lob hat sie für den Duz-Platz und die schönen Blumenarrangements.

„Westerstede ist ein schönes Örtchen“, findet auch Ingeborg Frahm. Allerdings stört es sie, dass an der Krömerei die Fußgänger auf die Straße ausweichen müssen, weil die Seitenstreifen mit Autos zugeparkt sind.

Eine Ausweitung der Fußgängerzone fände Gerard Oldenkamp optimal. Ihn ärgert es, wenn sich Autos in der Peterstraße nicht an das Tempolimit halten. Gerade kleine Kinder seien gefährdet. Verstärkte Kontrollen und mehr Schweller könnten helfen.

Werner Schmerdtmann hat beobachtet, dass Mülltonnen den Verkehr und die Fußgänger behindern, seit die Müllabfuhr automatisiert worden ist: „Es war falsch, Personal einzusparen.“

Auf dem Weg von Kapels bis in die Innenstadt gebe es keine Bank, bemängelt Erika Janßen. Auf dem Alten Markt seien die Bänke zu niedrig.

Der Radweg am Krankenhaus in Richtung Innenstadt müsste sauberer werden, findet Eva Sommerfeld. Hier läge Müll herum. Außerdem sei die Grünphase der Fußgängerampel an der Langen Straße zu kurz und die Ecke außerdem unübersichtlich.

Einen weggesackten Gully in der Brunnenstraße hat Helmut Hähnert entdeckt. Die Gefahrenstelle sei nur notdürftig geflickt worden, und mehrere Autos hätten schon aufgesetzt.

Sehr wohl fühlt sich Otto Hensen in Westerstede. Der gebürtige Papenburger hat jahrzehntelang am Niederrhein gewohnt und findet: „Die Ammerländer sind die Rheinländer des Nordens – einfach locker.“