Westerstede - Es war in den letzten Jahren nicht gerade der repräsentativste Anblick an einem der Westersteder Ortseingänge: die Hallen der Deula. Die gammelig-braunen Kunststoffverkleidungen und -fenster gehörten eher in die Abteilung Schandfleck. Das sah man auch bei der Deula so. Nun werden die Hallen 4 bis 13 für insgesamt 1,2 Millionen Euro komplett saniert, berichtet Geschäftsführer Jan Eyting.
1956 wurden die Hallen errichtet. Im Laufe der Jahre verfärbten sich die Kunststoffverkleidungen immer mehr. Doch auch das Dach und die Heizungs- bzw. Belüftungsanlage entsprachen nicht mehr dem Stand der Technik. Zumal die letzte Renovierung noch aus den 1980er Jahren datierte.
Etwa zwei bis drei Monate wird nun die Erneuerung dauern. Abgerissen wird nichts, denn die eigentliche Bausubstanz ist immer noch gut. Unter Begleitung des Zwischenahner Architekten Udo Janßen erfolgt die Erneuerung, die die Deula-Hallen auch in Sachen Digitalisierung auf den neuesten Stand bringen wird – einschließlich Glasfaser-Anbindung.
„In den sanierten Hallen sollen auch Lehrsäle für den theoretischen Unterricht untergebracht werden. „Dadurch gewinnen wir auch Platz in unserem Hauptgebäude“, sagt Prokurist Gerd Wemken. Das ist vor allem in Corona-Zeiten wichtig. Denn in den weitläufigen Hallen gibt es keine Probleme mit Abstandsregelungen. Der Lehrbetrieb an der Deula läuft übrigens seit dem 11. Mai wieder.
Die Hallen-Sanierung ist für die Deula ein erster Abschnitt. In den folgenden Jahren sollen auch die anderen Gebäude nach und nach renoviert werden.
Aufsichtsratsvorsitzende Barbara Woltmann war am Freitag auch dabei, als etliche Mitarbeiter in Eigenleistung vorbereitende Arbeiten ausführten. Auch an diesem Wochenende stehen noch Arbeitseinsätze an, bevor dann die Handwerker anrollen.
