WESTERSTEDE - Unzufriedene Einwohner gibt es in jeder Stadt. In Westerstede scheinen sie deutlich in der Minderheit zu sein. „94 % aller Bürger fühlen sich hier wohl“, zieht Olaf Seeger Bilanz. Und er sollte es eigentlich wissen. Der Projektmanager aus Aurich, der vier Jahre in Westerstede gelebt hat, beendete dazu gerade seine Diplomarbeit an der Fachhochschule Wilhelmshaven, Studiengang Tourismus.

Seeger untersuchte die auffälligsten Erfolgsfaktoren aus einer Gästebefragung vom Oktober 2007. 435 Männer und Frauen standen Rede und Antwort. Auch im Rathaus arbeitet man gegenwärtig mit Interesse die Schlussfolgerungen Seegers auf.

Mit Blick auf anstehende Zukunftsaufgaben hält der Projektmanager, der mit seiner Firma „conSation“ Dienstleistungen im Tourismusgewerbe anbietet, das Stadtmarketing für den richtigen Weg. „Zweifellos hat dieser Prozess der Stadt zu einem Entwicklungsschub verholfen. Wichtig ist jetzt aber, dass man an diesem Erkenntnispunkt nicht stehen bleibt, sondern die vielfältigen Möglichkeiten nutzt, Stadtmarketing von der Theorie weiter in die Praxis umzusetzen“, schlug Seeger in einem NWZ -Gespräch vor.

Dabei sind nach Ansicht Seegers Kommunikationswege wichtig. Hier hätten allen voran die NWZ , aber auch das von der NWZ herausgegebene „Westerstede Life“ eine wichtige Funktion als Bindeglied zwischen Stadt und Einzelhandel auf der einen und den Bürgern und Bürgerinnen auf der anderen Seite.

Ergeben haben die 435 Befragungen nicht nur Zustimmung, auch Kritik und Defizite wurden benannt. „Das ist für uns alle möglicherweise ein guter Ansatz, die Stadt im Interesse ihrer Einwohner weiter voran zu bringen“, glaubt der Vorsitzende des Westersteder Wirtschaftsausschusses, Jürgen Drieling. Auch in der Politik, so Drieling, werde man sich mit den Ergebnissen befassen.