Westerstede - Auf vielen beliebten Spazierwegen und Radrouten im Ammerland ist zurzeit „Land unter“. Wo im Sommer Touristen und Einheimische unterwegs sind, geht an manchen Stellen ohne Gummistiefel gar nichts mehr.
Die beliebte Ammerlandroute durch den Wittenheimer Forst hat sich zu einer regelrechten Schlammpiste entwickelt. Teilbereiche wurden von Spaziergängern mit Holzplatten begehbar gemacht, um ein Durchkommen überhaupt erst möglich zu machen.
Dass die Radrouten pünktlich zur Saison gut in Schuss sind, dafür sorgen sogenannte Routenpaten vom Radsportverein adfc. „Sie fahren regelmäßig alle 20 Routen ab, das sind 1100 Kilometer. Sie erstellen ausführliche Berichte und dokumentieren Mängel wie zugewachsene Wege oder eine nicht mehr intakte Schotterung“, erklärt der Chef der Ammerland-Touristik, Frank Bullerdiek. Die Mängelliste werde anschließend an die jeweiligen Gemeinden und ihre Bauhöfe weitergegeben. Auch wenn die Kontrollfahrten erst wieder in den nächsten Monaten anstehen, weiß Bullerdiek: „Wir haben ja für unsere Radrouten besonders idyllische Strecken gewählt, und das sind genau die, die momentan von der Nässe massiv betroffen sind.“
Die anhaltend nasse Witterung bereitet auch dem Bauhof in Westerstede Sorgen. Die Mitarbeiter sind für die Instandhaltung der Wege zuständig und können zurzeit eigentlich wenig tun, wie Leiter Falk Grotius betont. „Ich kenne die Problematik im Wittenheimer Forst. Gerade im Wald trocknen die Wege ja nicht so schnell ab. Im Dezember haben wir das stehende Wasser abgeleitet, damit der Unterbau nicht komplett durchweicht. Instandsetzen können wir die Wege aber erst, wenn es deutlich trockener ist, sonst hält das Material nicht, und wir würden auch mit den schweren Maschinen noch viel mehr kaputt machen.“
Das Bauhof-Team hat aber nicht nur die Radwege auf Westersteder Gebiet im Blick, auch die Gemeindestraßen und Sandwege werden regelmäßig auf Schäden hin untersucht und die Entwässerungsgräben überprüft. „Wir haben an vielen Stellen, wo die Entwässerung eigentlich immer funktioniert hat, inzwischen Probleme“, sagt Grotius. So hofft er nun auf eine längere Trockenperiode. Bis zum Frühjahr sollen ja auch die Radwege wieder in Schuss sein.
