WESTERSTEDE - Westerstede/ks Naturkorken, Batterien, Toner-Kartuschen oder Handys: Viele Materialen, die eigentlich wiederverwertet werden können, wandern in den Hausmüll. Um dem entgegenzuwirken, hat der Naturschutzbund (Nabu) Westerstede im vorigen Jahr eine Recycling-Sammelstelle Auf der Lohe 5 eingerichtet.

Das Angebot ist nach Auskunft von Manfred Pfeil anfangs sehr gut angenommen worden. Inzwischen sei aber bei vielen Bürgern die Einrichtung in Vergessenheit geraten, so Pfeil.

Die vom Nabu gesammelten Naturkorken werden in einer Behindertenwerkstatt zerkleinert und als Rohmaterial für Pinnwände, neue Flaschenkorken und auch für Bodenbeläge und Wandtapeten verwendet. Dieses Verfahren schone den durch die hohe Nachfrage betriebenen Raubbau an Korkeichen in Spanien und Portugal, weiß Pfeil.

Die Altbatterien (außer Autobatterien) werden in Hamburg geschreddert und nach Wertstoffen getrennt weiterverarbeitet. Für Kartuschen und Tintenpatronen, die zur Wiederbefüllung geeignet sind, erhält der Nabu von den Herstellern bei Rückgabe einen kleinen Obolus, der die Naturschutzarbeit vor Ort unterstützen soll und insbesondere der landesweiten Jugendarbeit zugute kommt. Das Einsammeln ausgedienter Handys bringt durch einen Projektpartner pro Handy 3,50 Euro für das neu eingerichtete Naturschutzgebiet „Untere Havel“ ein.

Angenommen werden in Westerstede außerdem alte Bücher, Schallplatten, CDs und DVDs. Diese werden in einem Nabu-eigenen Antiquariat verkauft. Der Erlös wird für den Natur- und Umweltschutz eingesetzt.


Die Sammelstelle des Nabu stünde nicht in Konkurrenz zu weiteren Einrichtungen, erklärte Pfeil. Häufig würde das Material zur Wiederverwertung an dieselbe Adresse gehen.