WESTERSTEDE - Es soll weniger, dafür aber höherwertige Angebote geben. Auch ein Musical soll im Programm 2006/2007 erscheinen.
Von horst suermann
WESTERSTEDE - Die Vortragsvereinigung Westerstede hat sich ein neues Logo zugelegt, will ihr inhaltliches Konzept ändern, die eigene Organisation „verschlanken“ und zudem auch ihre Einzelveranstaltungen anders aufziehen als bisher.Wie Vorsitzender Dr. Jan-F. Müller und seine Vorstandskollegin Christiane Laugwitz-Becker berichteten, ist dieser Entscheidung eine mehr als halbjährige Vorstandsberatung vorangegangen. Die Vortragsvereinigung hat im Frühjahr ihr 75-jähriges Bestehen gefeiert. Angesichts des damals bevorstehenden Jubiläums erinnerte sich der Vorstands eines Wortes von Heinrich Heine, demzufolge „nichts beständiger ist als der Wandel“. „Und den wollen wir mitgestalten“, wie Müller und Laugwitz-Becker betonen.
Punkt 1 der Umgestaltung ist die interne Struktur der Vereinigung.
Die interne Organisation soll „schlanker“ werden, die Vortragsvereinigung „kundenfreundlicher“ und eine neue Geschäftsstelle soll es auch geben.
Punkt 2 ist das äußere Erscheinungsbild.
Es soll – so Müller und Laugwitz-Becker – „komplett erneuert werden“. Sichtbar wird das u. a. mit einem neuen „Logo“, das das künftige Motto in die Welt hinausträgt: „KulturGenuss“ (siehe Bild).
Punkt 3 sind die Änderungen im Programm.
Die Vortragsvereinigung will die Zahl der Veranstaltungen pro Jahr von bisher 20 bis 25 auf etwa 10 reduzieren, dafür aber qualitativ höhere Maßstäbe anlegen. Auch ein Musical wird auf dem Programm 2006/2007 stehen – zum ersten Mal in der Geschichte der Vortragsvereinigung. Auch damit will die Vereinigung verstärkt junge Eltern ansprechen.
Punkt 4 ist das neue Konzept für Einzelveranstaltungen und deren Vorbereitung. Hier hat sich der Vorstand der Vortragsvereinigung etwas ganz Neues einfallen lassen: den „Kultur-Förderer des Monats“.
„Kultur-Förderer“ sind Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die als „Schnittstelle“ zur Bevölkerung für die Angebote der Vortragsvereinigung werben sollen. Für diese Aufgabe hat die Vereinigung inzwischen eine ganze Reihe von Westerstedern gewonnen, darunter Landrat Jörg Bensberg und Bürgermeister Klaus Groß, Ex-Bürgermeister Manfred Hüniken, Amtsgerichtsdirektor Jürgen Nienaber, die Pastoren Urs Muther und Carl Trenkamp sowie NWZ -Redaktionsleiter Heiner Otto.
Oberstes Ziel bei alledem: In Westerstede eine „neue Lust auf Veranstaltungen der Vortragsvereinigung“ zu erzeugen. „Das kulturelle Angebot ist insgesamt stark gewachsen“, sagen Müller und Laugwitz-Becker, „da müssen wir mehr als bisher tun, um die Besucher an die Vortragsvereinigung zu binden.“
