WESTERSTEDE - Der neuerliche Wintereinbruch mit dichtem Schneegestöber und später auftretendem Glatteis hat am Dienstag im gesamten Landkreis Ammerland zu teilweise erheblichen Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens geführt. Die letzte Linie der Oldenburger Weser-Ems-Bus erreichte Westerstede am Morgen gegen 9 Uhr. Eine Stunde später, bestätigte Weser-Ems-Bus-Regionalleiter Helmut Fokkena, habe man den Linienbetrieb zunächst unterbrochen. „Gerade in den ländlichen Gebieten war die Straßenlage nach Auskunft unserer Fahrer stellenweise so katastrophal schlecht, dass sich Verspätungen von bis zu eineinhalb Stunden einstellten. Als besonders gefährlich bezeichnet wurde die neue Unterführung in Bad Zwischenahn. Da kamen unsere Busse zuletzt nur noch mit Mühe weiter“, beschrieb Fokkena die Folgen des seit Dezember anhaltenden Winterwetters.

Die bekommt inzwischen auch der Westersteder Bauhof immer heftiger zu spüren. „Uns geht jetzt tatsächlich das Streusalz aus. Wenn wir heute ganz sparsam sind, reicht es am Mittwoch vielleicht gerade noch für eine Tour. Danach sind wir blank“, bestätigte Bauhofleiterin Änne Meyer. Nach wie vor sei es für die Kommunen recht schwierig, an Nachschub zu kommen. Neue Lieferungen erwartet Meyer möglicherweise in sieben Tagen. Doch ganz sicher ist auch das nicht. „Vielleicht geht es ja auch schneller. Das lässt sich nicht genau sagen“, bedauerte die Leiterin des Bauhofs.

Nach wie vor prüfen die Landkreise, ob wegen der Wetterlage die Schule abgesagt werden muss. Horst Caspers, Leiter des Kreisschulamtes in Westerstede: „In den nördlichen Bereichen gibt es Anzeichen dafür, den Unterricht möglicherweise ausfallen zu lassen. Wir werden uns erst in der Nacht zu Mittwoch entscheiden“. Informationen über den aktuellen Stand der Dinge gibt es dann auch auf NWZonline.