Altenoythe - Vorsichtig schabt Thorsten Preuth das Bienenwachs von den Waben. Dahinter glänzt eine gelbliche duftende Masse – echter Honig aus Altenoythe. Preuth ist zusammen mit zehn anderen Beschäftigten der Caritaswerkstatt in Altenoythe Mitglied der Imker AG.

Einmal in der Woche treffen sich die Hobby-Imker, um nach ihren Bienenvölkern zu sehen oder, wie am Mittwochnachmittag, die Rähmchen – wie die Honigbehälter heißen – zu leeren. „Zuerst entdeckeln wir die Waben, und dann schleudern wir den Honig raus“, erklärt Michael Thien. Er leitet die Gruppe zusammen mit Paul Kühling.

In erster Linie produziert die Gruppe mit ihren fünf Bienenvölkern Rapshonig. „Die Bienen finden kaum noch andere Blüten“, sagt Thien. Die veränderte Landschaft mache den Insekten zu schaffen. „Blühstreifen an den Feldern helfen den Bienen, Nahrung zu finden“, sagt Thien. Noch schwerer haben es die Tiere in diesem Jahr mit dem Wetter. „Der Winter war einfach viel zu lang“, sagt Thien. Daher sind die Bienenvölker sehr klein in diesem Jahr. Ein Volk besteht aus 50 bis 60 000 Tieren. Auch der Sommer ist für die Insekten nicht optimal. „Als es richtig warm wurde, waren die meisten Blüten schon verblüht“, sagt Thien.

Daher wird auch die Honigernte in diesem Jahr etwas kleiner ausfallen. „Wir müssen aber noch kein Bienenfutter zufüttern“, sagt Thien. Der Honig, den die AG ernten konnte, wird cremig gerührt, in kleine Gläser gegossen, mit einem Etikett versehen und auf dem Adventsbasar im Winter verkauft.