Hude - Rudi Czipull hält einen braunen Wackeldackel in der Hand. Dieses Tier, die umhäkelte Klopapierrolle und der obligatorische Hut in der Rückablage – so waren früher die älteren Verkehrsteilnehmer zu erkennen, erklärt Czipull.
Der Experte der Verkehrswacht des Landkreises Oldenburg informierte die VdK-Mitglieder bei ihrer monatlichen Kaffeestunde in der Gaststätte Burgdorf. Auf witzig-charmante Weise präsentierte er in Hude das Thema „Auto-mobil im Alter“. Die 2. Vorsitzende des Sozialverbandes VdK Hude, Ruth Meya-Meining, hatte den Moderator für das Programm „sicher mobil“ der Verkehrswacht eingeladen.
Es ging dem Verkehrsexperten darum, die Menschen „wach zu machen“. Besonders wichtig sei es, auf die Augen zu achten. „Ich empfehle einen regelmäßigen Besuch beim Augenarzt“, so Czipull. Die nachlassende Sehkraft sei ein schleichender Prozess. Auch auf Defizite beim Hören sei zu achten. Der biologische Tagesrhythmus bestimme ebenso die Leistungsfähigkeit und Aufmerksamkeit.
Eine falsche Zusammenstellung von frei verkäuflichen und verschriebenen Medikamenten könne zu einer eingeschränkten Verkehrstüchtigkeit führen, so der Wardenburger. „Ein Apotheker oder der Hausarzt wissen, was zusammen passt“, sagte Czipull. Wichtig ist es ihm, für Gefahrenquellen zu sensibilisieren, damit die Senioren mit Auto, Bahn, Bus, Fahrrad oder zu Fuß, mit oder ohne Rollator sicher an ihr Ziel kommen. Eine Gefahrenquelle seien komplexe Verkehrssituationen. „Ältere Menschen können diese Situationen nicht mehr so schnell überblicken.“
Im wesentlichen sollten die älteren Menschen erkennen, dass sie für sich selbst verantwortlich sind und ihre Leistungsfähigkeit weder über- noch unterschätzen.
