WIEDEL - Das Schöpfwerk im Wiedel ist am Donnerstag offiziell in Betrieb genommen worden. Vor vielen Gästen erinnerte der Verbandvorsteher der Sielacht Wangerland, Klaus Jensen, an den Bau des ersten Schöpfwerks Anfang der 1930er Jahre im Wiedel und an die weitere Entwicklung der Entwässerungstechnik.

Das Schöpfwerk wurde durch ein Windrad angetrieben und dessen Wasserschnecke hatte bereits einen Durchmesser von 1,50 Metern. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde wegen steigender Ansprüche an die Entwässerung ein neues Schöpfwerk mit zwei Propellerpumpen errichtet. In den 60er Jahren kam zur Leistungssteigerung eine zusätzliche Schneckenpumpe hinzu.

Doch die immer höheren Ansprüche an die Entwässerung und die zunehmende Versiegelung im Einzugsbereich des Schöpfwerks, hier vor allem in der Stadt Schortens, durch die B 210 und jetzt den Weiterbau der B 210, machten einen Neubau notwendig.

Jensen dankte vor allem den betroffenen Eigentümern, der Familie Allmers, für ihr Engagement für den Bau eines neuen Pumpwerks. Besonders die ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete Inse-Marie Ortgies habe mit ihren Verbindungen nach Hannover und zu Umweltminister Sander die Finanzierung mit auf den Weg gebracht. Auch Sielachts-Geschäftsführer Gerd Bartels erhielt lobende Dankesworte.

Mit im Boot waren ebenfalls der Landkreis Friesland und die Stadt Schortens. Deren Vertreter Landrat Sven Ambrosy und Bürgermeister Gerhard Böhling begrüßten den notwendig gewordenen Bau für die Entwässerung.


„Wir in der Region stehen zusammen und wenn es ein Problem zu lösen gibt, lösen wir das gemeinsam“, zeigte sich Böhling überzeugt.

Vorsteher Ulfert Janssen von der Sielacht Wittmund sah im Hochwasserschutz im Binnenland eine große Herausforderung. Dieser Forderung komme das neue Schöpfwerk im Wiedel nach.