Brake - Die Mitarbeiter des Refugiums Wesermarsch haben in diesem Februar alle Hände voll zu tun. Noch im November hatten sie aufgrund der vielen Flüchtlinge, die in die Wesermarsch kamen und eine Bleibe benötigten, zu wenig Möbel, mit denen sie Wohnungen hätten einrichten können. Deshalb bat das Möbelhaus dringend um Spenden. Der Appell fruchtete. Inzwischen ist der Engpass weitgehend behoben, wie eine Nachfrage der NWZ  ergab.

Allerdings sind weiterhin auch große und sperrige Möbel derzeit nicht gerade Mangelware im Lager an der Grünen Straße – problematisch, denn für diese Stücke ist in den Wohnungen der Flüchtlinge, die es einzurichten gilt, in der Regel kaum Platz. „Deshalb nehmen wir solche Möbel zurzeit auch nicht mehr an“, sagt Geschäftsführer Roland Tillack. Er weist zudem darauf hin, dass Möbel, die gespendet werden sollen, noch gut erhalten sein müssten. Sonst könne das Refugium die Artikel nicht an Bedürftige abgeben. Dankend entgegengenommen werden dagegen weiterhin Elektrogeräte, Kinderbetten und kleinere Holzmöbel, betont Roland Tillack.

Die Möbel sind wichtig für die Flüchtlinge, von denen zurzeit wieder viele in die Wesermarsch kommen. Entsprechend groß ist der Bedarf, den das Refugium vermeldet. Mehrmals in der Woche werden Möbel zusammengesucht und zu den Adressaten gefahren, im gesamten Landkreis müssen Flüchtlinge versorgt werden.

Anfang Januar war es für einige Tage vergleichsweise ruhig, aber seit drei Wochen gehe es wie bereits 2014 „drunter und drüber“, erzählt Vorstandsmitglied Zeliha Aykanat.

Deshalb sucht das Refugium auch dringend noch weitere ehrenamtliche Mitarbeiter. Herzlich willkommen sind Paten, die die Flüchtlingen in organisatorischen Dinge unterstützen. „Außerdem benötigen wir Ehrenamtliche, die Sprachkurse geben. Die Flüchtlinge müssen Deutsch lernen. Deshalb wäre es super, wenn sich für den Unterricht einige Freiwillige zur Verfügung stellen würden“, sagt Flüchtlingssozialarbeiterin Arid Bajohr.


Wer für das Refugium tätig werden möchte, kann sich mit dem Verein in Verbindung setzen. Zu erreichen ist die Einrichtung unter t   04401/79933 oder per Mail an die Adresse integration@refugium-wesermarsch.de.

Christoph Tapke-Jost