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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Nordseewerke Und Meyer Werft: Wieder Schiffbau in Emden

10.09.2016

Papenburg /Emden Fast sieben Jahre nach dem letzten Stapellauf bei den Emder Nordseewerken soll der Schiffbau wieder an die ehemalige Traditionswerft zurückkehren. Das sieht ein Vertrag zwischen der Papenburger Meyer Werft und der EMS Schiffbau Gesellschaft vor, den die Beteiligten nach Angaben der niedersächsischen Landesregierung nach monatelangen Verhandlungen jetzt abgeschlossen haben.

Demnach wird EMS 13 bis 15 blockartige Schiffbauteile mit einem Gewicht von je 300 bis 500 Tonnen pro Jahr fertigen. Ein Kreuzfahrtschiff besteht aus jeweils 70 Blöcken. Die Laufzeit beträgt zunächst drei Jahre mit der Option auf Verlängerung.

Die Bauteile aus Emden für Kreuzfahrtschiffe seien für alle Standorte der Meyer Gruppe bestimmt, sagte ein Meyer-Sprecher am Freitag in Papenburg. Zum Volumen des Auftrages machte die Werft keine Angaben.

Landes-Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) bezeichnete das Abkommen als gute Nachricht für Emden und die Region: „Die Nordseewerke kehren zu ihren Wurzeln zurück und machen das, was sie am besten können: Schiffe bauen.“ Der Vertragsabschluss sei „ein fundamental wichtiger Schritt aus der Krise“. Derzeit laufe die Vorbereitung der Anlagen, die Produktion werde voraussichtlich zum Jahresende beginnen.

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Die Papenburger Meyer Werft ist seit 1795 in Familienbesitz. Sie hat sich mit dem Bau von Kreuzfahrtschiffen weltweit einen Namen gemacht. Die 1903 gegründeten Nordseewerke in Emden waren 2010 von Thyssen-Krupp verkauft worden und hatten 2015 Insolvenz angemeldet. Nach dem vorerst letzten Stapellauf im Dezember 2009 waren dort zeitweise schwere Bauteile für die Offshore-Windkraft gebaut worden.

EMS Schiffbau ist ein Joint Venture der Emder Dirks Group und der Nordseewerke Emden Shipyard (NES). Sowohl NES als auch die Dirks Group sind bereits am Standort Papenburg für die Meyer Werft tätig. Für die neue Blockfertigung in Emden werde EMS rund ein Drittel der Flächen auf den Nordseewerken nutzen, hieß es.

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