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Abfallwirtschaftszentrum Anfang Dezember rollen die Betonlaster

Klaus Homola

WIEFELS - Noch ist nicht viel zu sehen von der Trockenvergärungsanlage, die der Zweckverband Abfallwirtschaftszentrum Friesland/Wittmund als Ergänzung zur Mechanisch-Biologischen-Abfallvorbehandlungsanlage (MBA) bauen lässt. Der Bau ist notwendig, weil die Mechanisch-Biologische Anlage die anfallende Müllmenge von rund 1400 Tonnen pro Woche nicht bewältigt: Sie schafft nur zwischen 1100 und 1200 Tonnen pro Woche. Faserstoffe und andere Stoffe zwischen 40 und 60 Millimetern können nicht verarbeitet werden und verstopfen häufig die Anlage.

Zurzeit sind die Bauarbeiter dabei, die Betonfläche vorzubereiten. „Anfang Dezember wird dann ein 170 Tonnen-Baukran mit einem eigenen Fundament aufgestellt“, berichtet der Geschäftsführer des Abfallzweckverbands, Lothar Arlinghaus, auf Nachfrage der

NWZ

 . Dann werden auch die ersten Betonfahrzeuge anrollen.

Für die geplante Halle mussten 750 Pfähle in den Untergrund gerüttelt werden, da der Untergrund nicht stabil genug ist. Die Pfähle stehen im Abstand von 1,5 Metern.

In der Halle werden von dem holländischen Unternehmen WTT zehn Tunnels aufgestellt. Jeder Tunnel fasst 400 Kubikmeter Abfall. Der Abfall wird nach Inbetriebnahme der Trockenvergärung drei Wochen ohne Sauerstoffzufuhr im Gehäuse rotten und wird durch Prozesswasser immer wieder befeuchtet. „Das Wasser impft den Abfall und sorgt dabei u. a. für die Gasproduktion, die wir nutzen“, betont Arlinghaus.

Nach dem Prozess gelangt der Stoff für eine Woche in einen weiteren Tunnel, wo er belüftet wird, damit Gase wie beispielsweise Ammoniak austreten können. Gemischt mit den Resten aus der Nassvergärung kommt alles dann auf die Deponie.

Dem Abfallzweckverband entstehen allein für die Baumaßnahmen Kosten von 6,4 Millionen Euro. Hinzu kommen Kosten für die Verkehrsanbindung und für Planungs- und Gutachteraufwendungen in Höhe von weiteren 3,6 Millionen. „Wir rechnen damit, dass wir mit zehn Millionen Euro auskommen werden“, sagt Arlinghaus. Im Juni 2011 soll die Anlage angefahren werden.


Am Dienstag stellte Arlinghaus die Pläne auch in der Verbandsversammlung des Abfallzweckverbands vor.

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