Wiefels - Er war „gewaltig gerührt“: Die Wiefelser haben ihrem „Häuptling“ Arthur Janssen mit einem Dorffrühstück einen gebührenden Abschied aus dem Amt als Vorsitzender der Dorfgemeinschaft gegeben. Rund 130 alte und junge Wiefelser nutzten die Gelegenheit, um sich mit einem fröhlichen Beisammensein bei Janssen und seinem Stellvertreter Wolfram Sandmeier für die in den vergangenen Jahrzehnten geleistete Arbeit für Dorfgemeinschaft, Kirche und Boßelverein zu bedanken.
„Wiefels liegt mir am Herzen: Hier ist immer was los – und das war schon immer so“, sagt der 73 Jahre alte Janssen, ein Wiefelser Urgestein. 1987 hatte er seinem Ziehvater und Förderer Fritz Harms auf dem Sterbebett versprochen, sich um das Dorfgemeinschaftshaus und das Dorf zu kümmern – „und dieses Versprechen hat er weit über das Maß hinaus erfüllt“, würdigte Thomas Bedenk vom neuen Dorfgemeinschafts-Vorstand Arthur Janssen: Boßel- und Sommerfeste, Einsatz für den Radweg und gegen eine große Biogas-Anlage, das Geschichtsprojekt „Wiefelser Kirchenkampf“ und natürlich die Pflege des Fritz-Harms-Huus, all das habe er angepackt.
Als ehemaliger Gemeinde-Mitarbeiter hatte Janssen darüber hinaus stets einen guten Draht zur Gemeindeverwaltung – und konnte so einiges für Wiefels bewegen. „Immer mit Augenmaß“, betonte Bürgermeister Harald Hinrichs: Wenn Janssen um Unterstützung und Hilfe für Vorhaben gebeten habe, sei das stets zu erfüllen gewesen. „Es macht Freude zu sehen, wie in Wiefels zusammengearbeitet und was gemeinsam erreicht wird. Macht weiter so“, wünschte sich Hinrichs.
Gemeinsam mit Janssen hatte Wolfram Sandmeier im März die Vorstandsarbeit abgegeben. „Verabschieden lasse ich mich noch nicht – so alt bin ich noch nicht“, betonte er. Er brauche kein Amt, um etwas anzupacken, sagte er – und rief gleich dazu auf, mit ihm gemeinsam das verwilderte Brosda-Grundstück aufzuräumen. „Wir haben noch so viel Arbeit“, meinte er.
Das sieht auch der neue Vorstand der Dorfgemeinschaft um Johann Janßen und Norbert Jürgensen sowie Thomas Bedenk so: „Euer Verdienst ist, die Wiefelser zu begeistern. Ihr hinterlasst große Fußspuren – und wir bemühen uns, sie auszufüllen“, sagte Bedenk. Zu Ehren von Janssen und Sandmeier spielten Leonie Janßen und Fynn Ole Bedenk auf Trompete und Klarinette ein Sonntagsständchen, Maya Bedenk las eine plattdeutsche Geschichte vor.
