WIEFELSTEDE - Das Praktikum gewinnt offenbar auch für die Betriebe eine immer größere Bedeutung, wenn es darum geht, Auszubildende zu finden und damit einem möglichen Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Diese Erfahrung hat jetzt auch wieder die Oberschule Wiefelstede gemacht, die soeben die jährlichen Praktikumswochen mit einer Ausstellung abgeschlossen hat. „Vielen Betrieben sind Praktika ein willkommenes Mittel, sich einen Eindruck von potenziellen Auszubildenden zu machen“, weiß etwa Konrektor Eckard Klages.

181 Schüler der neunten und zehnten Klassen waren – wie berichtet – für zwei, die Hauptschulklassen 9 sogar für drei Wochen in Betrieben untergekommen, um sich für die spätere Berufswahl zu orientieren. Für viele der Schüler war es das erste Mal, dass sie einen Einblick in die Berufswelt erhielten. „Dabei geht es um ganz elementare Erfahrungen“, hat auch Lehrer und Praktikumsleiter Diemo Matzko festgestellt: „Die Schüler merkten, dass ihnen abends die Füße weh tun.“ Auch Schulleiter Marc Brinkmann hat festgestellt, „dass die Schüler oft ernster und verantwortungsvoller aus dem Praktikum zurückkehren“. Die Erfahrung der Lehrer aus Gesprächen mit den Betrieben: „Auch Hauptschüler, die sich bemühen, haben eine relle Chance, in einem Wunschberuf unterzukommen.“ Allerdings – so Eckard Klages – werde es für die Schüler grundsätzlich immer schwieriger, sich für den richtigen Beruf zu entscheiden.

In der Abschlussausstellung, die alle zwei Jahre in der Schule stattfindet, konnten sich nicht nur die Familien der Schüler einen Überblick über die Bandbreite der Berufe und Branchen machen, in denen die Schüler ihr Praktikum absolviert hatten. Eingeladen waren dabei an diesem Abend auch die Unternehmen.