WIEFELSTEDE - Vorweihnachtliche Dienstbesprechung bei Glühwein, Gebäck und Gesprächen: Wiefelstedes Bürgermeister Helmut Völkers hatte die Bezirksvorsteher der Gemeinde zum alljährlichen Treffen ins Rathaus eingeladen – und neben einem Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr hat er sie dort auch über die Aufgaben im kommenden Jahr informiert.
Ehrenamtliche Arbeit
20 Bezirksvorsteher arbeiten ehrenamtlich für die Gemeinde, verteilen beispielsweise Wahlbenachrichtigungskarten und sind Ansprechpartner für die Bewohner des jeweiligen Bezirks. Hildegard Kuhlmann (68) aus Herrenhausen ist als erste Frau im Team nun schon am längsten dabei. Bereits 37 Jahre kümmert sie sich um die Belange von Hullenhausen und Herrenhausen und denkt noch lange nicht daran, aufzuhören. „Die 40 möchte ich schon noch voll machen“, sagt sie lächelnd. Obwohl die Arbeit sich in den vergangenen Jahren sehr verändert hat, da stimmen alle zu. „Früher gehörten noch Haushalts- und Viehzählungen zu unseren Aufgaben“, erzählt Dieter Cordemann aus Neuenkruge, „da hatten wir richtig viel zu tun“.
Genug zu tun gibt es aber auch heute noch. Auf der Tagesordnung stand als erstes die Entwässerung der Gräben an den Gemeindestraßen. Die Bezirksvorsteher achten darauf, dass die Entwässerung in ihrem Gebiet gesichert ist. Bürgermeister Völkers machte als nächstes auf die Wichtigkeit der Sammlung für den Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge aufmerksam. Vielleicht könnten sich in Zukunft auch die Bezirksvorsteher an den Spendensammlungen beteiligen, um die Pflege der Gräber und somit die Erinnerungen an die Weltkriege aufrechtzuerhalten, hieß es im Rathaus. Eine weitere Aufgabe wird im kommenden Jahr das Verteilen der Wahlbenachrichtigungskarten für die bevorstehende Landtagswahl am 20. Januar 2013 sein. „Wahrscheinlich können sie für diese Arbeit eine rote Mütze aufsetzen“, scherzte Völkers. Dieser Auftrag stehe schließlich in der Vorweihnachtszeit an.
Weg noch ohne Namen
Es herrschte eine lockere Atmosphäre an diesem Versammlungsabend im Rathaus. Und so wurde die Tagesordnung gern für eine plattdeutsche Weihnachtsgeschichte und ein Gedicht unterbrochen. Zuletzt informierte Völkers noch über personelle Veränderungen in der Gemeindeverwaltung und damit verbundene organisatorische Folgen sowie über die Verabschiedung neuer Gesetze.
Auch die Finanzen wurden kurz angesprochen, ebenso die Oberschule und die geplante Rad-Fußweg-Verbindung zwischen Metjendorf und Ofen, für die übrigens noch ein Name gesucht wird. Im kommenden Jahr werde auch das Planfeststellungsverfahren für die Küstenautobahn A 20 beginnen und die Breitbandversorgung für eine schnellere Internetverbindung ausgebaut, so der Bürgermeister.
