WIEFELSTEDE - Die Suche nach alten Fotos gestaltet sich gar nicht so leicht, sagt Kegelbruder Peter Jaros. Bei der Suche nach ebensolchen von Personen, die längst verstorben sind, kommt er im Moment nicht weiter. Hintergrund: Der Wiefelsteder „Kegelklub der Alten“ feiert in diesem Jahr sein 80-jähriges Bestehen.

Der nach Angaben des Klubs älteste Kegelklub der Gemeinde wurde 1928 gegründet – und Peter Jaros ist derzeit dabei, eine Chronik zu erstellen. Schon 1928 kegelten die Mitglieder im Gasthof Rabe, der auch heute noch Vereinslokal ist. Für die Chronik benötigt Jaros Bilder, auf denen die bereits verstorbenen Mitglieder gut zu erkennen sind. Nahezu alle haben bereits vor dem 2. Weltkrieg im Verein gekegelt: der Mühlenbesitzer Heinrich Rabe etwa, Land- und Gastwirt Gerd Tapken oder Wilhelm Runken, damals Geschäftsführer der Molkerei und Eiergenossenschaft in Wiefelstede, „der größten Deutschlands – weil sie die einzige war“, scherzt Jaros. Auch vom Landwirt und Viehhändler Johann Onken, dem Gemeinde-Rechnungssteller Robert Folkers, dem Kaufmann Heinrich Buns oder dem Land-Gendarmen Hermann Oldigs werden Bilder gesucht. Auf der Liste stehen zudem Busfahrer Willy Oltmanns, der Landwirt Diedrich Diers und Kurt John, Rendant der Raiffeisenbank, was heute wohl ein Filialleiter wäre. Außerdem

werden Fotos gesucht von Landwirt Gerhard Claußen, Malermeister Georg Brummund, Schlachtermeister Friedrich Rödiger und Uhrmachermeister Karl Haller. Alle lebten in Wiefelstede. Dann sucht Peter Jaros noch ein Foto des Landwirts August Stolle aus Borbeck. Wer Fotos hat, der kann sich mit Peter Jaros unter 04402/60 651 oder mit Fidi Reins unter 04402/6331 in Verbindung setzen.

Seit der Gründung hatte der Kegelklub insgesamt nur 70 Mitglieder, heute sind es noch 13. Kegelvater ist Dr. Karl-Heinz Kliem: Er wurde genau im Gründungsjahr des Klubs geboren.