WIEFELSTEDE - WIEFELSTEDE - Im schwierigen Markt für Milchprodukte hält sich die Molkerei Ammerland (Wiefelstede) weiterhin recht gut. Das Milchgeld für die 1775 liefernden Bauern werde auch 2005 „voraussichtlich wieder überdurchschnittlich ausfallen“, sagte Marketingleiter Dr. Lars Schildwach dieser Zeitung.

Das ist allerdings ein schwacher Trost, denn nach jüngsten, preislich Richtung weisenden Einkaufsverträgen eines Discounters steht fest: Die Preise für Milch und andere „weiße Produkte“ gehen weiter nach unten.

2005 sei die Molkerei Ammerland „relativ gut gestartet“, sagte Schildwach. Die Umsätze lägen – außer bei Butter – über den Vorjahreswerten. In dem für das Unternehmen entscheidenden Käsemarkt seien die Preise relativ stabil gewesen. Nun gerieten die Erlöse allerdings wegen Überkapazitäten im Aufschnittbereich (den u.a. Konkurrenz Nordmilch in Edewecht ausbaute) unter Druck.

Besondere Freude machten zurzeit Exportmärkte wie Asien, und dort z.B. Japan mit extrem qualitätsorientierten Konsumenten. Zufrieden sei man auch mit der Regionalmarke „Ammerländer“, die sich dem Negativ-Trend beim Absatz an Käse-Theken (zu Gunsten des SB-Bereichs) entziehen konnte. Die Käseproduktion von zuletzt 41 000 Tonnen soll 2005 nochmals gesteigert werden (erneut erweiterte Höchstkapazität jetzt 50 000 Tonnen).

Nach größeren Erweiterungsinvestitionen hatte das Jahr 2004 im Zeichen einer Konsolidierung gestanden, wie Vorstandsvorsitzender Gerd Wemken und Geschäftsführer Sönke Voss gestern Abend bei der Jahresversammlung erläuterten. Stolz ist man u.a. darauf, erstmals den gesamten eigenen Käse selbst vermarktet zu haben. 2005 sollen 3,5 (Vorjahr: 2,5) Millionen Euro investiert werden.