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SERIE „Bei Nacht ein einziges Lichtermeer“

Barbara Seidel-Rasch

WIEFELSTEDE - Das Wetter, ein Traum für jeden Wiefelsteder. Tagsüber Sonne, blauer Himmel und 30 Grad, nachts regnet es ab und zu und es wird kühl. Medellin, eine Riesenstadt im Talkessel, mit circa fünf Millionen Einwohnern. Die Stadt wächst an allen Andenhängen empor. An den Hängen liegen die Häuser der armen Bevölkerung. Die Regierung hat an zwei Orten Seilbahnen gebaut, die es den Menschen erlauben, in ihre Häuser weiter oben zu kommen. Fahrpreis volksnah. Als Fremder unterlässt man es besser, sich in diese Wohngebiete zu begeben.

Abends in der Dunkelheit ist die Stadt ein einziges Lichtermeer, bis hinauf in die Hänge rundum. Eine Augenweide. Unser kleines Hotel liegt in einem ruhigen Stadtteil. In den Vorgärten und an vielen Straßen wachsen neben Palmen Mangos und Bananen.

Arbeit bewundernswert

Gepflanzt für die ärmere Schicht, zum Verzehr und Verkauf der Früchte. Uns direkt vis-`-vis befindet sich die „Fundacion arca mundial“ (Heim für Menschen mit Behinderung). Von unserem Balkon aus können wir täglich sehen, wie die Familien und Sammelbusse die Kinder bringen und holen.

Auch konnten wir einen kleinen Eindruck gewinnen, mit welchem Engagement Mirjam und die vier deutschen Freiwilligen mit den Behinderten umgehen. Ein paar Tage habe ich selbst in der Fundacion mitgeholfen. Ihre Arbeit ist bewundernswert. Hier wird jeder aufgenommen, gleich welcher Gesellschaftsschicht und die von anderen Einrichtungen Abgewiesenen. Leider können viele diese Einrichtung nicht nutzen, da ihnen das nötige Geld für Bringen und Holen fehlt. Finanzielle Hilfe, auch von außerhalb, wäre sinnvoll.

An einem Sonntagnachmittag gingen wir zu einem großen Einkaufszentrum und wunderten uns, dass kaum Menschen auf der Straße waren. Als wir in das Einkaufszentrum kamen, wussten wir auch, wo die Familien (drei Generationen) ihren Sonntagnachmittag verbringen. Außer einem riesigen Einzelhandelsangebot und Megarestaurant befinden sich im vierten Stock eine Schlittschuhbahn und ein „Funcenter“ mit riesiger Schiffschaukel. Bargeld ist nicht nötig: Alle Fahrgeschäfte können mit der Scheckkarte bezahlt werden. Das müssen wir Ammerländer erst mal verarbeiten.


Sehr ausgelassen

Vor Kurzem war einer von 20 Montagsfeiertagen. Wir waren im „Jardin Botánico“ (Botanischer Garten). Hier war offensichtlich der andere Teil der Medelliner Familien. Viele waren sehr ausgelassen, andere schliefen im Gras. Erlebt haben wir die Kolumbianer als lebendige, freundliche und hilfsbereite Menschen. Wir werden noch eine Weile auf dem Kontinent bleiben und sagen erst einmal „Hasta luego“.

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