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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Lehrlinge verzweifelt gesucht

17.08.2018

Wiesbaden Lehrlinge verzweifelt gesucht: Für manche Unternehmen wird es zunehmend schwieriger, Auszubildende zu finden, vor allem das Handwerk klagt über Nachwuchsmangel. Zwar schlossen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr erstmals seit 2011 wieder mehr junge Menschen einen neuen Lehrvertrag ab. Vor allem die Zahl ausländischer Berufsanfänger stieg deutlich. Doch das Problem ist damit nicht gelöst.

So rechnet die Bundesagentur für Arbeit (BA) damit, dass es 2018 voraussichtlich erstmals seit Jahren insgesamt weniger Bewerber als Stellen in der betrieblichen Ausbildung geben wird. Bis Juli wurden 531 426 Lehrstellen fürs neue Ausbildungsjahr gemeldet, aber nur 501 878 Interessenten. Statistisch besteht also kaum Auswahl.

Das Problem: Die Schülerzahlen sinken, während der Bedarf der Firmen an Mitarbeitern in der guten Konjunktur steigt.

Schon seit geraumer Zeit steigt nach Angaben der BA die Zahl der gemeldeten unbesetzten Stellen in der betrieblichen Ausbildung, auch weil Angebot und Nachfrage nicht immer zusammen passen. Offene Stellen und Bewerber sind regional nicht gleich verteilt. Zudem sind die Berufswünsche junger Menschen und das Lehrstellenangebot nicht immer deckungsgleich.

Am beliebtesten bei Berufsanfängern war auch im vergangenen Jahr die Lehre im Einzelhandel mit 28 500 Verträgen. Es folgten Kaufleute für Büromanagement, Verkäufer, Kraftfahrzeugmechatroniker sowie Industriekaufleute. Knapp ein Viertel aller neu abgeschlossenen Verträge konzentrierte sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf diese fünf Ausbildungsberufe.

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Bundesagentur für Arbeit

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