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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Entwertung von Ersparnissen geht weiter

17.01.2019

Wiesbaden /Oldenburg Die Preise steigen, die Kaufkraft von Zinseinnahmen schrumpft: Steigende Energiepreise haben die Inflation in Deutschland 2018 auf den höchsten Stand seit sechs Jahren getrieben. Im Jahresdurchschnitt lagen die Verbraucherpreise um 1,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das Statistische Bundesamt bestätigte am Mittwoch seine vorläufigen Zahlen.

Einen stärkeren Zuwachs der Teuerungsrate hatte es zuletzt 2012 mit 2,0 Prozent gegeben. Für 2017 hatte die Wiesbadener Behörde eine Teuerungsrate von 1,8 Prozent errechnet.

Vor allem für Energie mussten Verbraucher im abgelaufenen Jahr mehr Geld aufwenden als ein Jahr zuvor: Insgesamt verteuerte sich Energie binnen Jahresfrist um 4,9 Prozent. Am stärksten kletterten die Preise für Heizöl (plus 21,7 Prozent). Auch Kraftstoffe verteuerten sich merklich (plus 7,8 Prozent).

Die Preise für Nahrungsmittel zogen im vergangenen Jahr über alle Gütergruppen hinweg ebenfalls an, insgesamt um 2,5 Prozent. Auch Tabakwaren (plus 3,8 Prozent) und alkoholische Getränke (plus 2,7 Prozent) wurden teurer.

Etwas moderater entwickelten sich die Preise für Dienstleistungen (plus 1,5 Prozent). Dazu zählen auch Nettokaltmieten (plus 1,6 Prozent), die gut ein Fünftel der Konsumausgaben der privaten Haushalte ausmachen. Günstiger wurden hingegen Flugtickets (minus 2,5 Prozent) und Telekommunikationsdienstleistungen (minus 0,7 Prozent).

Zum Jahresende verlangsamte sich der allgemeine Preisauftrieb etwas. Im Dezember lag die jährliche Teuerungsrate bei 1,7 Prozent. Im November waren es noch 2,3 Prozent. Von November auf Dezember stiegen die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent. Auch hier bestätigte das Bundesamt seine vorläufigen Zahlen.

Dass sich die Inflation tendenziell wieder um die Marke von 2,0 Prozent bewegt, ist ungünstig für Sparer, die auf mickrig verzinste Tages- und Festgeldkonten setzen; Dieses Vermögen wird durch die höhere Inflationsrate entwertet.

Nach Berechnungen der Commerzbank-Tochter Comdirect lag der Realzins – also der Zins für Spareinlagen nach Abzug der Teuerungsrate – 2018 bei minus 1,74 Prozent. Demnach verloren Sparer in Deutschland 38,9 Milliarden Euro wegen niedrig verzinster Einlagen, und das nur in einem einzigen Jahr.

Hintergrund ist die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Bisher ist nicht absehbar, wann sie die Leitzinsen vom Null-Niveau aus wieder anhebt. Damit geht auch die laufende Entwertung von Vermögen weiter.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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