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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Erste Wolken über Konjunktur

16.05.2018

Wiesbaden Dämpfer für das deutsche Konjunkturwunder: Gebremst vom schwächelnden Außenhandel ist die Wirtschaft im ersten Quartal 2018 nur halb so stark gewachsen wie Ende vergangenen Jahres. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in einer ersten Schätzung mitteilte. Im vierten Quartal vergangenen Jahres hatte sich die Wirtschaftsleistung noch um 0,6 Prozent erhöht.

Ökonomen rechnen nicht mit einem Ende des Aufschwungs, auch wenn das Wachstum etwas schwächer ausfiel als erwartet. „Nun ist leichtere Wachstumskost angesagt – aber bislang noch keine Diät“, sagte VP-Bank-Chefvolkswirt Thomas Gitzel. Manche Experten sehen aber wachsende Risiken für Europas größte Volkswirtschaft, vor allem angesichts der von den USA angeheizten Handelskonflikte und gestiegener Ölpreise.

Das BIP stieg das 15. Mal in Folge im Vergleich zum Vorquartal. „Das ist die längste Aufschwungphase seit 1991“, erklärte die Wiesbadener Behörde.

Getragen wurde das Wachstum von der Konsumlust der Verbraucher, den Investitionen der Unternehmen in Maschinen und andere Ausrüstungen sowie dem Bauboom. Die Konsumausgaben des Staates waren dagegen erstmals seit knapp fünf Jahren rückläufig und dämpften das Wirtschaftswachstum. Zudem verlor der Außenhandel den Angaben zufolge an Dynamik, weil sowohl die Exporte als auch die Importe im Vergleich zum Vorquartal rückläufig waren.

Ökonomen hatten mit einer Delle gerechnet. Sie verwiesen unter anderem auf die Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie, die Grippewelle und das kalte Wetter im März. Mit einem Ende des Aufschwungs rechnen Volkswirte von Banken und Wirtschaftsforschungsinstituten derzeit aber nicht.

„Wir betrachten die eher verhaltene wirtschaftliche Entwicklung zu Jahresbeginn als eine temporäre Wachstumsdelle und nicht als den Beginn einer längeren Wachstumsabschwächung“, erklärten beispielsweise Allianz-Volkswirte.

Auch die Bundesregierung erwartet eine Fortsetzung des kräftigen Wirtschaftswachstums in Europas größter Volkswirtschaft. Für das laufende Jahr rechnete sie zuletzt mit einem Plus von 2,3 Prozent und für das kommende Jahr mit 2,1 Prozent. Im vergangenen Jahr war die Wirtschaft in Deutschland um 2,2 Prozent gewachsen.

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