Wiesbaden - Immer mehr Verbraucher greifen zu Fleischersatzprodukten wie vegetarischen Brotaufstrichen, Veggie-Wurst, Sojabratlingen oder Tofu. Im ersten Quartal 2020 hat sich die zum Absatz bestimmte Menge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von knapp 14 700 Tonnen auf 20 000 Tonnen erhöht. Das entspricht einem Anstieg von rund 37 Prozent, meldet das Statistische Bundesamt in Wiesbaden.

Die meisten Fleischersatzprodukte werden auf Basis von pflanzlichem Eiweiß hergestellt. Grundlage für z.B. Tofu und Tempeh sind Sojabohnen. Seitan besteht nicht aus Soja, sondern aus Weizenprotein und hat eine fleischähnliche Konsistenz. Lupino ist ein Fleischersatz aus Süßlupinensamen.

Die beste Wahl sind möglichst naturbelassene Produkte, die kaum Zusatzstoffe enthalten – wie z.B. Natur-Tofu oder Natur-Seitan. Statt mit industriell hergestellten Produkten lässt sich Fleisch aber auch hervorragend durch andere Hülsenfrüchte ersetzen, so Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler vom Bundeszentrum für Ernährung. Linsen schmecken etwa in einer vegetarischen Bolognesesoße und Kichererbsenbratlinge im Veggie-Burger.